Die Zwergmispel, schöne Blüten und herrliche Beerenfrüchte

Zwerg- und Kriechmispeln (Cotoneaster) sind zu den Rosengewächsen (Rosaceae) gehörende kleinwüchsige, sommergrüne oder immergrüne Sträucher. Ihre Wuchshöhe liegt je nach Art bei 20 cm oder 5 m. Die Pflanze ist kältebeständig bis -25° C und paßt sich damit allen hiesigen Klimazonen an. Cotoneaster wirkt wie ein Magnet auf Bienen, sollte daher besser nicht in unmittelbarer Wohnraumnähe gepflanzt werden. Die Blüten der Zwergmispel erscheinen im Frühjahr, die leuchtend roten Früchte dagegen bilden sich im September und halten bis in den Dezember hinein.

Die Zwergmispel paßt sich allen Bodenarten an, zieht jedoch humoses Erdreich vor. Sie liebt sonnige Standorte, entwickelt sich aber auch halbschattig noch korrekt. Zu viel Feuchtigkeit fürchtet sie dagegen, der Boden, auf dem sie steht, muß gut wasserdurchlässig sein.

Rund um die Zwergmispel

Als Solitärpflanze ist die Zwergmispel majestätisch. In eine Hecke paßt sie unter der Bedingung, daß sie konsequent geschnitten wird. Sie kann auch in Steingärten, in Staudenbeeten oder als Bodendecker gepflanzt werden. Hauptsache, man wählt die Sorte, die man halten möchte, sorgfältig aus. Cotoneaster franchetti bzw. “Franchets Zwergmispel” zum Beispiel verhält sich als Solitärpflanze einwandfrei, die “Späte Zwergmispel” (C. lacteus) sieht in der Hecke besser aus, die “Kleinblättrige Zwergmispel” (C. microphylla) schließlich ist ein idealer Bodendecker.

Die Pflanzzeit erstreckt sich über mehrere Monate (von Oktober bis Mai), zu vermeiden sind lediglich Perioden mit besonders strengen Frösten. Im Handel wird die Jungpflanze häufig wurzelnackt, geschützt durch ein Plastiktütchen, angeboten. Eine solche Pflanze wird vor dem Einsetzen in die Erde unbedingt gut eingeschlämmt. Dabei werden die Wurzeln eine halbe Stunde lang gut in einen dicken Schlamm getaucht. Die Pflanzung als solche ist einfach: Eine hinreichend tiefe und breite Grube ausheben, auf lockeren Untergrund achten, das Pflänzchen vorsichtig einsetzen, dabei die Wurzeln ordentlich ausbreiten. Die Grube mit dem Erdaushub und Humuserde auffüllen, sofern der Boden nicht genügend Nährstoffe bietet. Abschließend großzügig wässern.

Im Sommer nach der Pflanzung ist auf stets feucht-kühlen Boden zu achten. Gut mulchen und häufig gießen, aber Wasser-Exzesse vermeiden. Immergrüne Arten werden im Frühjahr einem Schnitt unterzogen, sommergrüne Sorten sind im Winter an der Reihe. Ziel ist, das Wachstum des Strauchs zu bremsen und ihn nach eigenem Gutdünken zu formen. In der Regel werden zu sehr seitlich wachsende Zweige gekappt, damit die Zwergmispel einen kompakteren Wuchs erhält. Für den Schnitt eine Garten- oder Astschere mit gut desinfizierter Schneidfläche verwenden, um eine Verbreitung eventueller Schadbilder zu verhindern.

Schöne Zwergmispeln

Die Zwergmispel ist nicht immun gegen Schädlinge, um nur Schmierläuse und Blattläuse zu nennen. Blattläuse ernähren sich von dem Saft in der Pflanze und schwächen sie dadurch so sehr, daß sie extrem anfällig für Schorf und andere Viruserkrankungen wird. Um sich der unerwünschten Gäste zu entledigen, setzt man natürliche Methoden ein, wann immer möglich: Aufsetzen von Marienkäfern, die natürliche Jäger von Läusen sind, Behandlung mit Spritzbrühen, für die es verschiedene Rezepte gibt (Wasser von gekochten Kartoffeln, Pfeffersud, Tabaksud…). Auch Schmierläuse entziehen der Zwergmispel ihren Saft, indem sie sich an Blättern und Stengeln festklammern. Sie können mit einem in Essig oder Alkohol getränkten Wattebausch abgerieben werden. Beendigt wird die Rettungsaktion durch Bespritzen der Blätter und Stengel mit Schmierseife. Die häufigste Erkrankung der Zwergmispel aber ist Feuerbrand, eine durch Bakterien verursachte Pflanzenkrankheit. Hauptinfektionsstellen sind die Stengel und Blätter, die rapide schnell vertrocknen. Alle betroffenen Pflanzenteile sind umgehend zu entfernen, und das Erdreich um die Pflanze muß mit reichem Dünger verbessert werden.

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Veröffentlicht in Ziersträucher von Emily am 07 May 2012

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