Yucca - Haltung und Pflege

Die Yucca oder Palmlilie, häufig auch als Joshuabaum bezeichnet, gehört zu der botanischen Familie der Agavengewächse (Agavaceae). Sie ist in Zentralasien und den Antillen beheimatet, einer der bekanntesten Vertreter dieser über 40 Arten zählenden Pflanzen ist die Yucca elephantipes. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 2 bis 3 Meter und ähnelt einem Strauch mit immergrünen Blättern. Einige Arten wie Yucca gloriosa mit ihren spitzen Blättern wird oft auch “Spanischer Dolch” genannt.

Die häufigste Yucca-Art ist der Spanische Dolch, eine andere Art ist die Yucca whipplei mit einem Blütentrieb von bis zu 4 Meter. Die glockenförmigen, weißen oder rosa Blüten erscheinen nach 3 oder 4 Jahren Kultur erstmals an der Pflanze. Die Yucca ist eine hübsche Zierpflanze, die auch gern zu Textilfasern verarbeitet wird.

Wie wird die Yucca richtig gepflegt?

Die Yucca ist ein einfaches Vergnügen, an deren Anblick sich jedermann erfreuen kann Als echte Wüstenpflanze gedeiht die Yucca oder Palmlilie in mediterranem Klima auf trockenem oder steinigem Boden. Es ist unnötig, sie jeden Tag zu gießen: zwei- bis dreimal pro Woche genügt. Sie braucht ein wenig Dünger, nicht aber im Winter. Die Yucca ist relativ anspruchslos und kann im Garten als Freilandpflanze gezogen werden oder im Topf und als Zimmerpflanze. Viel Licht ist für sie das A und O, bei besonders starker Sonne sollte sie aber nicht direkt am Fenster stehen. Im Winter, wenn die Pflanze ruht, muß sie frostgeschützt stehen. Im Topf darf sie nur wenig gegossen werden. Am Ende der Saison ist Umtopfen angesagt. Nur bei besonders großen Pflanzen ist eine Erneuerung der Erddecke besser, d. h. die Blumenerde wird 20 bis 30 cm tief ausgetauscht. Die Pflege der Blätter besteht in ihrer Reinigung mit einem feuchten Schwamm. Die Blätter können auch mit möglichst kalkfreiem Wasser besprüht werden. Der regelmäßige Rückschnitt erfolgt bei Zimmer- wie Freilandgewächsen. Der Schnitt erfolgt im Frühjahr, und zwar 1 bis 2 Zentimeter von der Blattbasis entfernt. Die abgeschnittenen Köpfe können als Ableger für neue Pflanzen dienen.

Heilmittel für kleine Übel der Yucca

Wer sich darum bemüht die Yucca richtig zu versorgen, wird sich an einer schönen und kräftigen Pflanze erfreuen können. Verformt erscheinende Blätter weisen auf Lichtmangel oder Wasserexzesse hin. Gelb werdende Blätter deuten die Regenerierung der Pflanze an, und sollten auf gar keinen Fall zu panischen Reaktionen führen. Diese Blätter werden entfernt, sobald sie trocken sind. Zeigt die Pflanze dagegen keine neuen Triebe oder ergraut sie und ist mit Spinnweben behaftet, ist dies ein Hinweis auf Befall mit roten Milben. In diesem Fall die Pflanze gründlich mit Wasser abspülen und reinigen. Eine biologische Lösung für die definitive Entfernung von Milben sind Marienkäfer. Sie sind der beste Schutz vor einer Invasion solcher Schädlinge. Schmierläuse sind Insekten mit braunem Körper. Sie ernähren sich von Pflanzensaft, sind auf der befallenen Pflanze leicht zu erkennen. Ihre Bekämpfung ist mit Alkohol möglich. Dabei handelt es sich übrigens um die häufigste Bekämpfungsmethode. Zur biologischen Bekämpfung wird der in Australien beheimatete schwarz-braune Marienkäfer Cryptolaemus, ein natürlicher Feind von Schildläusen, eingesetzt. Eine häufige Yucca-Erkrankung ist Grauschimmel, der an runden braunen Flecken auf den Blättern erkennbar ist. Die am stärksten befallenen Blätter sind unbedingt abzuschneiden. Der Pilz hat eine Vorliebe für enge, feuchte Stellen. Damit die Pflanze mehr Platz und Licht bekommt, werden die Wurzeln zurückgeschnitten. Wenn gar nichts hilft, kann man mit Bordeaux-Brühe, ein Gemisch aus Kalk und Kupfersulfat, spritzen.

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Veröffentlicht in Sukkulente von Emily am 23 Aug 2012

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