Die Kultur der Tollkirsche

Die besonders giftige Tollkirsche Atropa belladonna ist eine krautige Pflanze, die mit dem beginnenden Sommer blüht. An ihren hübschen, glockigen Blüten hängen dann dekorativ schwarze Beerenfrüchte. Ihre Beliebtheit verdankt sie vor allem ihrer lang anhaltenden sommerlichen Blüte. Sinnvoll für das laubabwerfende Gewächs ist die Pflanzung im Freien auf einem Boden, der ihren Bedürfnissen angepaßt ist. Die Tollkirsche ist robust, sie fürchtet auch den Winter nicht, braucht dann aber doch schon etwas mehr Aufmerksamkeit.

Die Tollkirsche (Belladonna) wird medizinisch genutzt, ist aber extrem giftig. Man kann die überaus kältebeständige Pflanze vielfach in Gebirgsregionen antreffen. In der Tat gefällt sich die Tollkirsche in Gebieten mit rüden Klimabedingungen selbst im Winter, doch muß man bei ihrer Haltung im Garten unbedingt beachten, daß sie an eine Stelle gepflanzt wird, wo Kinder nicht durch sie gefährdet sind. Man muß nämlich wissen, daß es sich um eine extrem giftige Pflanze handelt. Weitere deutsche Trivialnamen der Tollkirsche sind Schwindelkirsche, Schlafkirsche, Teufelskirsche, Irrbeere, Wutbeere, Wolfsbeere, Tollkraut. Es sind diverse botanische Namen innerhalb der Gattung beschrieben, am bekanntesten sind die “Delphinium belladonna atlantis“, “Delphinium belladonna piccolo“ oder auch “Delphinium belladonna bellamosum“. Tollkirschen sind in der Regel schwarzblütig, ihre Beeren von einer tiefblauen Färbung. Es gibt aber auch einige wenige Vertreter mit Blüten in weiß, flieder, rosa oder gelb. Ab Juni kleidet sich Atropa belladonna mit wunderschönen, lackähnlich glänzenden Blütenständen, die erst mit dem sich ankündigenden Herbst weichen. In Feldblumensträußen sehen diese Blüten perfekt aus, wegen ihrer hochgiftigen Inhaltsstoffe müssen sie aber stets mit größter Vorsicht gehandhabt werden.

Bedingungen für die Kultur der Tollkirsche

Obwohl die Tollkirsche ziemlich einfach zu kultivieren ist, muß man doch bestimmte Kulturbedingungen beachten, wenn sie wachsen und gedeihen soll. Ihr Standort wird so sonnig wie möglich gewählt, der Untergrund muß nährstoffreich, kühl und vor allem gut wasserdurchlässig sein. In windigeren Gegenden wird die Tollkirsche abgestützt, weil ihre Stiele doch recht zerbrechlich sind. Eine besonders schöne Blüte garantiert aber nur ein solcher Standort, an dem keine scharfen Winde herrschen. Vor der Pflanzung der Tollkirsche wird die Erde am besten mit Kompost angereichert und vor Schnecken geschützt, die sich gerne über das junge und noch empfindliche Pflänzchen hermachen. Direkt nach der Auspflanzung wird erstmals mäßig gewässert. In zu feuchtem Erdreich kann sich die Tollkirsche nicht korrekt entwickeln.

Die Pflege der Tollkirsche

Damit die Tollkirsche schön wachsen und gedeihen kann, darf sie nicht zu viel gegossen werden. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, solche Feuchtigkeit schadet dem Wurzelwerk. Während der Blüte werden beschädigte Pflanzenteile unbedingt und so rasch wie möglich entfernt. Sie behindern die Pflanze nämlich in ihrer korrekten Blüte. Auch besonders schwächelnde Zweige sollten nicht an der Pflanze bleiben, da sie zumeist ziemlich schnell eingehen und dann der gesamten Blüte schaden. Sobald der Herbst naht, werden die Zweige eingekürzt. Die Tollkirsche muß nun in die Vegetationsruhe treten können, die den ganzen Winter hindurch andauert. Die Tollkirsche ist eine rustikale Pflanze, besonderen Schutz während der kalten Jahreszeit benötigt sie nicht. Man sollte aber während Frostperioden alle Wassergaben radikal verringern, um das Wurzelwerk nicht zu ertränken, was unvermeidlich zum Absterben der Pflanze führen würde. Im Frühjahr muß das Erdreich erneut verbessert werden. Und wie im Vorjahr sorgt man ferner dafür, daß Schnecken auf Distanz bleiben. Abgesehen einmal von diesen wenigen Vorsichtsmaßnahmen ist die Tollkirsche keine anspruchsvolle oder pflegeintensive Pflanze. Wer sie effizient vor Schneckenfraß und Wasser im Überfluß schützt, wird sich Jahr um Jahr an seinem Strauch erfreuen können, ohne zu viel Arbeit mit ihm zu haben.

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Veröffentlicht in Sommerblumen von Emily am 21 Feb 2013

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