Die Ölweide - Lichtakzente im Garten

Die Ölweide (Eleagnus) gehört zu den immergrünen, je nach Art auch sommergrünen Ziergehölzen. Sie trägt herrliche kleine und stark duftende Blüten, ihr Laubkleid ist je nach Art unterschiedlich. Die Ölweide ist eine robuste Pflanze, die so gut wie nichts fürchtet. Sie ist allerdings kein großer Freund von stehender Nässe. Besonders in der langen Winterzeit macht ihr Feuchtigkeit zu schaffen. Auch zu schweres und zu kalkhaltiges Erdreich mag sie nicht.

Die Ölweide gehört zu der botanischen Familie der Ölweidengewächse (Elaeagnaceae). Sie ist in Südostasien beheimatet, wo man sie hauptsächlich in China, Japan und dem Himalayagebiet findet. Einige Arten kommen aber auch aus Europa oder Südamerika. Zu der Familie der Ölweidengewächse gehören mehr oder weniger 40 Arten. Einer ihrer bekanntesten und beliebtesten Vertreter ist die Schmalblättrige Ölweide (Eleagnus angustifolia), die durch silberne Blättern auffällt. Eleagnus-Arten können immergrün oder sommergrün sein, je nachdem um welche Art es sich handelt. Ihre Blätter sind zumeist silbrig oder panaschiert. Welche Besonderheit sie aber haben mag, eine Ölweide setzt in jedem Garten Lichtpunkte. Zu den Arten mit panaschierten Blättern gehören “Limelight”, “Gilt Edge”, “Maculata”, “Dicksonii” und “Variegata”. Die panaschierten Varianten sind überaus beliebt für die Aufhellung dunkler Winkel im Garten. Darüber hinaus tragen sie ihr Laub auch im Winter. Es gibt weitere Eleagnus-Arten: zu den silberblättrigen Weiden gehören “Silver Lining”, “Den Haag”, “Multiflora” und “Angustifolia”. Sie alle fangen die Sonnenstrahlen aufs Herrlichste ein. Eleagnus blüht vor allem im Sommer. Je nach Art kann die Blüte bis Dezember dauern. Ihre hübschen kleinen Blüten erstrahlen in weiß oder creme und verströmen einen angenehm intensiven Duft. Ölweiden erreichen ohne weiteres eine Wuchshöhe von 6 bis 7 Metern und lassen sich problemlos zurückschneiden. Ölweiden werden gerne in Zierhecken oder Massiven angepflanzt, man kann sie aber auch in Töpfen halten.

Die Pflanzung der Ölweide

Die beste Zeit zum Pflanzen oder Umpflanzen einer Freiland-Eleagnus ist der Frühling oder Herbst. Die Ölweide ist keine wirklich schwierige Pflanze. Sie liebt gut durchlässigen, fruchtbaren, sandigen und tiefgründigen Boden. Sommergrüne Arten werden besser auf einem trockenen und ärmeren Boden gehalten. Die Variante “Angustifolia” bereitet auch auf steinigem und besonders kargem Boden keine Probleme. Eleagnus-Arten scheuen weder Trockenheit noch Verschmutzung und salzreiches Erdreich. Auf kalkreichem Boden leiden die Blätter dagegen schnell unter Chlorophyll-Mangel, der zu vorzeitigem Vergilben führt. Wer eine sommergrüne Ölweide pflanzen möchte, sollte einen besonders sonnigen Standort wählen. Immergrüne Arten, besonders jene mit panaschierten Blättern, stehen im Halbschatten besser. Eleagnus mit grünem Laubkleid vertragen überwiegend schattige Standorte, können aber mit der Zeit kraftlos werden. Grundsätzlich aber braucht man sich hinsichtlich des Standorts keine Sorgen zu machen, da Ölweiden überaus resistent sind. Sie fürchten weder starke Winde noch Regenschauer. Eleagnus ist robust und kälte- und frostunempfindlich, sofern sie auf gut wasserdurchlässigem Boden steht. Einige Arten halten niedrige Temperaturen bis -15° C aus.

Will man Jungpflanzen im Kübel oder Topf halten, wählt man Behältnisse, in denen die Wurzeln Freiraum haben. Sie können das ganze Jahr hindurch gepflanzt werden. Nach den ersten Jahren des Pflanzendaseins werden die Triebe auf ungefähr ein Drittel ihrer Länge eingekürzt, was die Verzweigung der Pflanze anregt. Freilandpflanzen brauchen mehr oder weniger Platz für ihre Entwicklung. Immergrüne Arten stehen in einem Abstand von 1 bis 1,50 Meter zueinander, Angustifolia braucht 2 bis 3 Meter für ihre Entfaltung. In Heckenpflanzungen sollte man einen Abstand von höchstens 80 cm zwischen den einzelnen Pflanzen lassen.

Eleagnus vermehren

Wer die Eleagnus durch Samen vermehren möchte, sollte dies am besten im Frühling tun. Nach mindestens 3 Monaten bei einer Temperatur um 4° C in feuchtem Sand kommen die reifen Samen zur Vorzucht ins Kaltbeet. Wer mit stratifizierten Samen arbeitet, kann die Anzucht ab März kurz nach einer langen Winterruhe vornehmen. Stecklingsvermehrung mit halbverholzenden Ablegern von immergrünen Gehölzen ist gemeinhin im Sommer möglich, also von Juli bis September. Von sommergrünen Arten nimmt man Ableger am besten im Juli oder in den ersten beiden Augustwochen. Grünstecklinge nimmt man in der Regel im Mai oder Juni. Schließlich gibt es noch die Vermehrung durch Ausläufer. In diesem Fall wird abgeschirmt mit Bewurzelungshormon gearbeitet. Wer will, kann die Wurzeltriebe auch abteilen.

Die Pflege der Ölweide

Die Ölweide ist eine äußerst unabhängige Pflanze. Abgesehen von gelegentlichem Schnitt braucht sie keine besondere Pflege. Im Winter kann man sie zur Förderung der Verzweigung zurückschneiden. Im Frühjahr sind Düngergaben möglich. Überschüssige Triebe bei den sommergrünen Arten sollten besser entfernt werden. Immergrüne Arten können das ganze Jahr hindurch eine schöne Form bewahren. Wenn nötig, kann man um Februar-März herum einen radikalen Rückschnitt vornehmen. Eleagnus-Arten vertragen ihren Rückschnitt einwandfrei. Es handelt sich um kräftig und schnell nachwachsende Sträucher. Aus diesem Grund können sie auch als Heckenpflanzen dienen. Sie können nach Belieben geschnitten werden. Durch regelmäßigen Heckenschnitt erhält man einen kompakteren Busch.

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Veröffentlicht in Ziersträucher von Emily am 10 Jun 2011

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