Die Orangenblume - Wohlriechende weiße Blüten

Die Orangenblume (Choisya ternata) oder Mexikanische Orangenblume ist ein in Mittelamerika heimischer Zierstrauch, der als Solitärpflanze ebenso hübsch aussieht wie in der freien Hecke und im Staudenbeet. Sie wächst auf nährstoffreichem und gut durchlässigem Boden, schattig und im Schutz vor starken Winden. Die Mexikanische Orangenblume ist für ihre Robustheit bekannt. Temperaturen von -8° C machen ihr nichts aus.

Es gibt verschiedene Choisya-Sorten, sie alle haben aber eines gemein: ihr immergrünes, edles Laubkleid. Die Sorte Sundance hat goldgelbe Blätter und zeigt eine Wuchshöhe bis zu einem Meter. Die gleich hohe Sorte Aztec Pearl hat schmale, fingerartig geteilte Blätter, ihre Blüten sind weiß oder und rosa. Die besonders kräftige Sorte Goldfingers mißt 2,50 Meter. Sie hat immergrüne gelbe Blätter.

Steckbrief der Orangenblume

Die in Zentralamerika heimische Orangenblume  Choisya ternata gehört zu der Familie der Rautengewächse (Rutaceae). Genau genommen handelt es sich um eine Zitrusfrucht, die bis zu drei Meter hoch werden kann, wenn die Bedingungen stimmen. Der lateinische Name der Orangenblume lautet Choisya ternata. Man erkennt die Orangenblume an ihren traubigen, weißen Blüten. Mit ihren im Sommer schillernden, schmalen und erfrischend gelben Blättern ähnelt sie stark den Orangenblüten. Die Blüte kann man im April und Mai bis Sommerende beobachten. Zerreibt man eine Blüte zwischen den Fingern, setzt die Pflanze ein angenehmes zitrusartiges Parfum frei. Ihre rundliche, kompakte Form ist eine wahre Augenweide. Die Beliebtheit dieser Pflanze hat mehrere Gründe: ihr an Pfeffer und Zitrusfrüchte erinnernder Duft, ihr leuchtenden Laubkleid, ihre kleinen, weißen Blütensternchen. Die Orangenblume ist honigtragend und zieht Bestäuberinsekten an.

Die Orangenblume: So wird sie angebaut

Die Kultur der Orangenblume erfolgt durch Stecklinge im Sommer, die an Vorjahrestrieben genommen werden. Stecklinge werden mit einer sauberen und scharfen Gartenschere an Jungtrieben genommen. Um die Wurzelbildung anzuregen, kann man den Steckling vor dem Einsetzen in die Erde mit Bewurzelungshormon bepudern. Orangenblumen sind als Topfpflanze oder in größeren Mengen als Containerware erhältlich. Bei der Freilandpflanzung ist ein Abstand von 1 Meter bis 1,50 Meter zwischen den einzelnen Pflanzen einzuhalten. In kälteren Klimazonen kann man die Orangenblumen am besten im Schutze einer warmen Mauer ziehen. Ist das Klima milder, sollte man sie besser vor eine Nordmauer stellen. Für die Pflanzung wird das Erdreich mit Kompost oder Dung angereichert. Gewässert wird regelmäßig und reichlich, doch ist darauf zu achten, daß die Wurzeln nicht unter Wasser gesetzt werden. Hierdurch würden sie nämlich faulen.

Die Pflege der Mexikanischen Orangenblume

Die Orangenblume ist pflegeleicht und fürchtet keine Schadinsekten. In der heißen und trockenen Saison muß sie großzügig gegossen werden. In den ersten beiden Sommermonaten ist es ratsam, die jungen Pflanzen zu mulchen. Die reduziert die Verdunstung von Bodenfeuchtigkeit und den Unkrautwuchs. Der Pflanzenrückschnitt nach der Blüte im Sommer hat zum Ziel, das Höhenwachstum der Pflanze zu begrenzen. Im ersten Jahr ist ein Schnitt überflüssig. Danach werden alle 3 oder 4 Jahre die alten Triebe auf ein Drittel ihrer Länge gekürzt. Der Schnitt kann zu Beginn der neuen Vegetationsperiode vorgenommen werden, nötigenfalls auch, sobald der Winter vorüber ist. Allerdings kann sich dadurch die nächste Blüte beeinträchtigt sehen.

Hilfreiche Tips

In einem blau lasierten Steintopf bietet die Orangenblume mit ihren goldgelben Blättern einen hübschen Kontrast und einen schönen optischen Effekt auf der Terrasse oder dem Balkon. In Kugelform hüben und drüben eines Hoftors aufgestellt, bildet die Orangenblume eine nette Einrahmung. Im Winter, wenn die Pflanze durch Schneeflocken bedeckt ist, sollte sie von Zeit zu Zeit vorsichtig geschüttelt werden, um den Schnee zu entfernen. Die Orangenblume ist auch eine Zierpflanze. Zögern Sie also nicht, sie für Sträucher- oder Heckenkompositionen zu akzeptieren. Kletterpflanzen wie die blaue Clematis “Macropetala”, die Alpenwaldrebe “Francis vivis” oder auch Stauden wie der lila Storchschnabel oder Lavendel sind neben der Mexikanischen Orangenblume stets willkommen

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Veröffentlicht in Ziersträucher von Emily am 10 Jun 2011

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