Interessante Ideen für das einfachere Ziehen von Zitruspflanzen

Zitruspflanzen ziehen ist nicht ganz unkompliziert und erfordert viel Pflege. Auch schätzen sie ein warmes Klima, können sich aber verschiedenen Bodenarten anpassen. Das Besondere an Zitruspflanzen ist, daß man sie im Freien wie im Haus ziehen kann. Befolgt man einige grundlegende Anweisungen richtig, dann kann man sich mit der ganzen Familie an den Früchten der gepflanzten Zitrusbäumchen erfreuen.

Zitruspflanzen sind in warmen Ländern beheimatete Bäume. Darum stellt ihre Haltung in anderen Klimazonen bestimmte Ansprüche. Man kann sie auf zweierlei Weise ziehen: im Topf oder direkt im Freiland. Es ist jedoch grundsätzlich darauf zu achten, daß die Erde nicht zu kalkhaltig ist. Zitrusbäume sind oft dornig. Ihre Blätter sind dreiblättrig, einblättrig, ganz oder gekerbt. Sie verströmen einen intensiven, aber angenehmen Duft. Zumeist werden neue Pflanzen durch Stecklingsvermehrung oder Ableger gewonnen, aber auch durch Neuaussaat.

Welche verschiedenen Arten der Gattung “Citrus” gibt es?

Es gibt verschiedene Zitruspflanzen, wir werden uns im weiteren nur mit jenen beschäftigen, die am bekanntesten sind bzw. deren Anbau am weitesten verbreitet ist. So ist allen voran die Bitterorange zu nennen, eine Mischung aus Zitrone und Orange. Ihre Zweige sind dornig, die Blätter elliptisch, ihre Frucht besitzt eine intensiv duftende und bitter schmeckende Rinde. Ihre Blätter und Blüten werden für die Herstellung von Neroliöl verwendet. Die vor allem in China und Indien anzutreffende Bitterorange produziert kleine Früchte mit harter Schale und gelbem Fruchtfleisch. Sie wird gern in der Herstellung von Curacao, destilliertem Wasser und ätherischen Ölen verwendet. Die Zitrone zeigt violette bis rötliche Knospen und ovale, zugespitzte Blätter. Ihre Früchte sind in Eiform. Die Bergamotte trägt dornige Zweige mit duftenden Blüten. Ihre birnenförmige Frucht ist von besonders angenehmem Geschmack. Daneben gibt es noch die Grapefruit und die Pomelo, beide sind dornig und mit fleischigen Blättern. Sie bringen besonders große Früchte: die Pampelmuse oder Pomelo, eine Hybridsorte aus Grapefruit und Orange. Schlußendlich ist noch die Apfelsine oder Orange zu nennen, die wichtigste aller Zitrusfrüchte. Sie ist der Bitterorange recht ähnlich. Zu dieser Gruppe gehören unter anderem die intensiv duftende Blutorange und die Clementine, ein Hybrid aus Mandarine und Orange. Am besten für die Zimmerkultur eignet sich übrigens die Orangensorte Calamondin.

Wie werden Zitruspflanzen gezogen?

Zitruspflanzen lieben volle Sonne, mögen aber keinen Wind. Es ist folglich wichtig, sie an einem sonnigen und windgeschützten Platz zu pflanzen. Am besten wachsen sie im Mittelmeerraum. In nördlicheren Gebieten werden sie im Kübel angeboten, so daß man sie im Winter vor Frost geschützt lagern kann. Am besten werden sie in dieser Zeit ins Gewächshaus oder in die Veranda gestellt. Zitruspflanzen tragen von November bis Mai Früchte. Eine Ausnahme bildet die Zitrone, die das ganze Jahr über Früchte bildet. Zitruspflanzen kann man auf zweierlei Weise pflanzen. Im Topf gepflanzte Zitruspflanzen sind in der Regel für die Haltung in Innenbereichen bestimmt. Wer selber pflanzen möchte, mischt zwei Teile nicht kalkhaltige Erde mit einem Teil Humuserde und befüllt damit den Pflanztopf. Im Winter wird die Pflanze an einen kühlen Ort gestellt, ab Mai kann man beginnen, sie tagsüber ins Freie zu stellen. Die zweite Lösung ist die Freilandpflanzung: Der Wurzelballen wird gut gewässert, bevor er in ein 1 x 1 x 0,80 m großes Pflanzloch gesetzt wird. Wie genau vorgegangen wird, hängt von der Bodenbeschaffenheit ab. Schwere Böden mischt man im Verhältnis 1:3 mit hochwertiger Humuserde. Im weiteren werden 10 kg verrotteter Kompost oder Humus untergearbeitet. Lehmigen Böden wird kalkfreier Flußsand beigefügt. Sandiger Boden wird zur Hälfte mit Humus und Humuserde vermischt. Kalkhaltiges Erdreich schließlich wird mit Humus und Heideerde verbessert. Zitruspflanzen flachgründig eingraben, damit sie nicht faulen und sofort großzügig, im weiteren regelmäßig wässern.

Wie pflegt man Zitruspflanzen?

Zitruspflanzen benötigen viel Aufmerksamkeit. Zimmerpflanzen stehen in einem hellen Raum ohne Heizkörper. Direkte Sonneneinstrahlung muß vermieden werden. Für gute Wasserdurchlässigkeit im Topf wird die Erde mit Kieseln oder Tonkügelchen aufgelockert. Regelmäßiges Gießen nicht vergessen. Die Pflanze nach dem Winter möglichst ins Freie stellen. Zitruspflanzen benötigen müssen mindestens dreimal im Jahr mit Spezialdünger versorgt werden, nämlich vor der Blüte, im Juni und im September. Im Herbst kann man zwecks Bodenverbesserung organische Substanzen einarbeiten. Was den Pflanzenschnitt angeht genügt es, alles Totholz zu entfernen und das Bauminnere zu reinigen. Staub auf den Blättern wird mit Hilfe eines Schwamms entfernt. Im Sommer sind die Pflanzen aufmerksam zu beobachten. Parasitenbefall muß man frühzeitig erkennen und bereits bei Erscheinen der ersten Symptome behandeln.

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Veröffentlicht in Nutzgarten von Emily am 09 Jun 2011

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