Schönes Wachstum der Eiche, die richtigen Schritte

Sie haben im Garten Platz für eine Eiche, diesen wunderschönen, wahrhaft majestätischen Laubbaum? Bevor man sich an die Pflanzung macht,  muß man wissen, was die Eiche braucht, um gedeihen zu können. Die Eiche ist ein Baum voller Widersprüche: Sie liebt volle Sonne, zu viel Sonnenlicht aber schadet dem noch jungen Gehölz. Die Eiche braucht viel Wasser, aber ein zu feuchter Boden ist ihrem Wachstum abträglich.

Mit mehr als 550 anerkannten Arten ist die Eiche (Quercus) der Königsbaum in unseren Wäldern. Eichen, eine Pflanzengattung in der botanischen Familie der Buchengewächse (Fagaceae), sind in der nördlichen Hemisphäre weit verbreitet, ihre Arten erstrecken sich über Europa, Asien und Amerika. Je nach Art kann eine Eiche bis zu 500 Jahre alt werden und eine Wuchshöhe von 40 Metern erreichen oder aber als kleines Bäumchen wachsen.

Wie wird eine Eiche gepflanzt?

Alles beginnt mit der Pflanzung. Diese Etappe ist wirklich wichtig und  muß sorgfältig ausgeführt werden. Die erste Frage ist, ob der Baum ausgesät oder als Bäumchen gepflanzt werden soll. Man kann die Eichel, die Frucht der Eiche, pflanzen. Nur wenigen Gärtnern gelingt es jedoch, den so gepflanzten Baum zur Reife zu bringen. Einfacher ist die Pflanzung des Jungbaums.

Beim Kauf sollte man aufmerksam den Zustand der Wurzeln betrachten. Besser als Containerware ist Ballenware oder Wurzelware. Je länger und kräftiger die Wurzeln sind, desto besser wird der Baum in der Erde verwurzeln und Wasser aufnehmen können. Der schlimmste Feind der Eiche ist in der Tat Wassermangel!

Die Eiche wird im Herbst gepflanzt, der gewählte Standort  muß für ihr Wachstum perfekt sein. Wählen Sie einfach ein Waldgebiet mit bereits besetzten Bäumen, die dem jungen Baum Schutz vor den Elementen bieten. Das Erdreich  muß nährstoffreich und gut wasserdurchlässig sein. Die Eiche liebt volle Sonne oder Halbschatten. Zu viel Sonnenlicht wirkt sich jedoch vor allem in den ersten Lebensjahren ihres Daseins negativ aus.

In dieser Zeit hat die Eiche den größten Wasserbedarf. Einen Gehölzschnitt braucht die Eiche nicht, eine leichte Ästung nach einigen Jahren bis in Augenhöhe kann dagegen in Betracht gezogen werden. Darüber hinaus ist extreme Kälte dem Eichenwuchs nicht hinderlich: in der Regel sind Eichen frostresistent.

Wie werden Eicheln ausgesät?

Wer Eicheln säen möchte, kann dies schlicht anhand von im Wald eingesammelten Früchten tun. Nur größere Eicheln einsammeln, solche mit Löchern bleiben liegen. Die Aussaat der sorgfältig ausgewählten Früchte erfolgt von Hand, jeweils drei Nüsse kommen in ein ca. 30 cm tiefes Pflanzloch. Vor dem Einpflanzen in die Erde  muß die Eichel präpariert werden. Einen kleinen Tontopf mit Erde und Sand füllen, von der Eichel die Cupula entfernen und senkrecht in die Erde stecken. Mit ca. 5 cm Erde bedecken.

Vorsicht: Die Erde nicht andrücken und bereits feuchtes Substrat nicht wässern. Wurzelfasern sind erst nach mehreren Monaten sichtbar. Sobald sich Wurzeln gebildet haben, kann umgetopft werden. Der richtige Zeitpunkt hierfür ist die Herbstsaison. Gegen Mai oder Juni wird die wachsende Eiche erste Blüten tragen und dann in einem immer wiederkehrenden Zyklus Eicheln produzieren.

Eichen-Arten

Eichen sind sommergrüne oder immergrüne Bäume. Sie können bis zu 40 Meter groß werden oder aber nur strauchhoch. Arten wie die Korkeiche (Quercus suber) wachsen im gesamten Mittelmeerraum, wo das Klima bekanntermaßen trockener ist, sehr gut.

Der Amerikanischen Roteiche wird bei der Pflanzung ein vollsonniger Standort zugewiesen. Einige Arten tragen sommergrünes Laub. Dies ist der Fall der Flaumeiche (Quercus pubescens), die ihren Namen filzig-flaumig behaarten Trieben und Blättern verdankt. Sie erreicht eine Wuchshöhe von rund 15 Metern, produziert besonders hartes Holz, das gerne als Bauholz, zum Möbelbau und für Eisenbahnschwellen verwendet wird.

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Veröffentlicht in Großbäume von Emily am 25 Oct 2012

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