Datura im eigenen Garten – Grundregeln beachten

Die Stechäpfel (Datura) sind eine zu der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) gehörende giftige Pflanzengattung. Ihre Beliebtheit als Zierpflanze verdankt Datura ihren großen, trompetenförmigen Blüten, die bei einzelnen Arten bis zu 20 cm Länge erreichen. Diesem Umstand verdankt sie auch ihren Beinamen Engelstrompete. Stechäpfel können durch Samen oder Stecklinge vermehrt werden. Es gibt ca. 15 einjährige Arten, zu ihnen gehören Datura metel und Datura stramonium sowie Halbstrâucher wie Datura arborea.

Datura sind in Südamerika und Indien beheimatete Pflanzen. Sie wachsen auf nährstoffreichem Gelände, das sonnig, aber auch windgeschützt sein muß. Die Pflanze produziert mit Stacheln besetzte Kapselfrüchte, in denen sich zu hunderten dunkel gefärbte Samenkörner befinden. Bei allen Arten steht der Frucht entgegengesetzt der kreisförmige Überrest des Kelches. Die Blätter sind immergrün, die Blüte kann man von Mai bis September beobachten. Datura, aufgrund der großartigen trompetenförmigen Blüten auch Engelstrompete genannt, erreichen Wuchshöhen zwischen 2 und 5 Meter. Man kann sie im Freien, auf dem Hof wie auf dem Balkon oder der Terrasse ziehen, überall bilden sie einen herrlichen Sommerschmuck.

Datura – Haltungstechniken und Pflege

Datura kann man aus Samen ziehen oder über Stecklinge vermehren. Das für die Pflanze nötige Erdreich ist ein gesunder Mix aus Garten- und Humuserde. Die Datura-Kultur aus Samen erfolgt geschützt ab März, so daß man Keimlinge erhält, die ab Anfang Mai pikiert werden können. Bei der Aussaat wird wie folgt vorgegangen: Die Samen gleichmäßig in einer Pflanzkiste ausbreiten und mit einer dünnen Schicht Erde abdecken. Die Erde nur leicht andrücken und alle drei Tage mit einer Sprühpistole anfeuchten. Nach 3 bis 10 Tagen ist mit der Keimung zu rechnen. Datura haben den Vorteil, daß sie fast immer zur Keimung gelangen und schnellwüchsig sind. Die kräftigsten Pflänzchen werden zurückgeschnitten und in Pflanzetöpfe von mindestens 30 bis 40 cm Durchmesser umgesetzt. In ihnen können sich die Pflanzen schön entwickeln. Mit dem kommenden Frühling werden Datura kräftig zurückgeschnitten, wodurch das Nachwachsen neuer Triebe gefôrdert wird. Bei heissem Wetter wird die Pflanze unbedingt regelmäßig gegossen, ansonsten droht sie rapide zu welken. Die Vermehrung durch Stecklinge wird im Sommer vorgenommen. Bei der Pflanzung im Freien ist darauf zu achten, daß sich die Pflanze progressiv an ihre Umgebung akklimatisieren kann. Ab Ende Mai kann man Pflanzenteile abschneiden, sie bringen ab Herbst kräftige Pflanzen. Hierfür werden sie ab etwa Anfang Juni zwei Wochen lang schattig aufgestellt, danach läßt man sie von der Sonne profitieren. Grösster Feind der Datura sind Parasiten. Spinnmilbenbefall wird möglichst umgehend mit entsprechendem Insektenvernichtungsmittel entgegengewirkt.

Tips und Empfehlungen für eine schöne Daturablûte

Damit die Blüte ein voller Erfolg wird, wird die Erde in kleineren Mengen mit organischem Dünger versorgt. Die Düngergaben werden zu Beginn der Blüte vorgenommen, um die Blütenbildung zu unterstützen. Daturapflanzen enthalten Alkaloide und sind extrem giftig. Daher sollte man sie stets nur mit Gartenhandschuhen manipulieren. Datura vertragen keine niedrige Temperaturen und noch weniger Frost, den Winteer sollten sie geschützt in der Garage oder geschlossenen Veranda verbringen. Die Azteken haben Datura aufgrund ihrer bewusstseinsverändernden Eigenschaften als Rauschmittel und den Alkaloiden, die zu Erbrechen, unter Umstânden sogar zu Herzstillstand führen, als Gift verwendet. Da es sich um gefährliche Pflanzen handelt, sollte man vor allem Kleinkinder von ihnen fernhalten. Auch für die Kompostierung eignet sich die Pflanze nicht. Vorteil ihrer Verwendung im Garten ist, daß sie den Kartoffelkäfer ausmerzt. Für ihn ist der Verzehr dieser Pflanze tödlich.

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Veröffentlicht in Gartenstauden von Emily am 14 Sep 2012

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