Tips für die Pflanzung und den Anbau von Hortensien

Die Hortensie ist ein Zierstrauch, der häufig zur Dekoration vor Hausfassaden und auf Terrassen gepflanzt wird. Die verschiedenen Hortensienarten haben alle unterschiedliche Bedürfnisse. Sie alle erfreuen uns aber mit herrlich gefärbten Blüten. Bodenart, Sonneneinstrahlung, Zusammensetzung des Gießwassers – diese und andere Faktoren müssen Berücksichtigung finden, wenn die Kultur von Hortensien von Erfolg gekrönt sein soll.

Die Hortensien gehören in die Familie der Hortensiengewächse (Hydrangeaceae) von der heutzutage mehr als 15 Arten bekannt sind. Sie kommen aus China, Japan, der Himalayaregion und Nordamerika, haben aber alle die Eigenschaft, zu sonnige Standorte zu fürchten und sich selbst relativ niedrigen Temperaturen anpassen zu können. Je nachdem, zu welcher Art sie gehören, produzieren Hortensien Blüten von unterschiedlichen Formen und in verschiedenen Farben. Die aus Japan stammende Hydrangea paniculata ist in der Regel weiß- und grün blühend, der in den USA beheimatete Gattungsvertreter Hydrangea quercifolia trägt stolz aufrecht wachsende Blüten. Die Blüten der chinesischen Hydrangea anomala sind eher flach und von makellosem Weiß. Im Topf wachsende Hortensien eignen sich für die Haltung auf Balkonen und Terrassen, kletternde Varianten bilden im Schatten von Hausfassaden eine wahrhaft prachtvolle Dekoration. Ob sie blau, weiß, rosa gefärbt sind, hängt in erster Linie davon ab, wie der Untergrund beschaffen ist. Da jede Hortensienart ihre eigenen Ansprüche stellt, ist die Kenntnis dieser Pflanzenfamilie ganz besonders wichtig, wenn die Kultur nicht zum Scheitern verurteilt sein soll.

Hortensien – Wie werden sie gepflanzt?

Bevor man seine Hortensien pflanzt, sollte man sich im klaren darüber werden, welche Art für sich persönlich am besten geeignet und welcher Standort der richtige ist. Die meisten Hortensien mögen Sonne nicht besonders, ziehen ganz klar Schattenzonen vor. Wer eine Nord- oder Westfassade schmücken möchte, sollte Hydrangeas macrophylla pflanzen, denn diese Art verträgt schon die erste Morgensonne überhaupt nicht. Für Schattenzonen auf Balkonen eignen sich Arten wie Hydrangea involucrata oder Hydrangea aspera, beide recht sonnenallergisch. Sie lieben Hortensien, ihr Garten bietet aber nicht viel Schatten? Hydrangea anomala, Hydrangea quercifolia und Hydrangea heteromalla vertragen Sonne recht gut. Hortensien können ab Herbstbeginn in die Erde gesetzt werden, und solange, bis der Frühling vorüber ist. Für ihre Pflanzung hebt man eine maximal 40 cm tiefe Pflanzgrube aus, deckt den Boden mit organischem Dünger aus, setzt das Pflänzchen hinein und verschließt das Loch mit Erde. Häufig heißt es, Hortensien müßten unbedingt in Heideerde gepflanzt werden, um richtig wachsen zu können. Dies ist nicht ganz richtig, nährstoffreiche und kühle Erde genügt ihnen völlig. Heideerde erweist sich nur als sinnvoll, wenn die Hortensie auf besonders kalkreichem Boden steht. Damit ihre rosa Blüten eine schöne blaue Färbung annehmen, sollte man sauren Boden vorziehen und mit ein wenig Aluminiumsulfat versetzen.

Hortensien – Wie werden sie gepflegt?

Hortensien werden direkt nach ihrer Auspflanzung gut gewässert. Kalkhaltiges Wasser sollte vermieden werden, es ist dieser Pflanze besonders abträglich. In der Regel genügt es Hortensien regelmäßig zu gießen, bis der Sommer da ist und die Blüten zum Vorschein kommen. Manche Arten, darunter Hydrangea anomala, erfahren ein deutlich verlangsamtes Wachstum, wenn sie nicht mit genügend Wasser versorgt werden. Für bestmögliche Versorgung der Pflanze kann die Erde im Frühling und Herbst mit Dung und organischen Stoffen verbessert werden. Einzelne Hortensienarten wie Hydrangea involucrata, Hydrangea paniculata oder Hydrangea arborescens müssen im März oder im April geschnitten zu werden, um besser zu blühen. Wieder andere Arten, darunter Hydrangea macrophylla, Hydrangea serrata oder Hydrangea dürfen auf gar keinen Fall zurückgeschnitten werden, um ihre Blüte nicht zu behindern. Auch die Kletterhortensie Hydrangea petiolaris darf nicht zu stark geschnitten, muß aber in regelmäßigen Abständen ausgelichtet werden, um nicht zu imposant zu werden. In kalkreichen Boden muß Heideerde eingearbeitet werden, damit die Hortensie von dem für sie korrekten Säuregrad profitieren und richtig gedeihen kann. Viele Hortensienarten, darunter Hydrangea macrophylla, fürchten Frost, andere wiederum sind weitaus unempfindlicher. Zu dieser zweiten Kategorie gehören Hydrangea quercifolia und Hydrangea anomala. Die empfindlichsten Arten sollten den ganzen Winter hindurch durch ein Frostvlies geschützt werden. Besonderen Schutzes bedürfen sie, wenn zu Frühjahrsbeginn noch mit Nachfrösten zu rechnen ist. Sobald die warmen Tage zurück sind, kann man seinen Pflanzen durch einen Pflegeschnitt neue Energie bringen, sofern sie eine solche Prozedur vertragen. Der Feuchtigkeitsgrad im Boden und die Bodensäure sind zwei wichtige Faktoren in der Haltung von Hortensien. Damit beide stimmen, braucht die Pflanze im Winter wie im Sommer unbedingt eine korrekte Schutzdecke aus Stroh oder anderem angemessenen Mulchmaterial.

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Veröffentlicht in Sommerblumen von Emily am 11 Jul 2011

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