Die Hainbuche - Allgemeines, Pflanzung, Pflege und Gehölzschnitt

Die Hainbuche oder Weißbuche trägt ihre Blätter das ganze Jahr hindurch, ein Teil davon trocknet ein und bleibt über den Winter am Geäst. Dias Blattwerk verändert sich über die vier Jahreszeiten ständig. Hainbuchen gibt es in mehreren Arten, von verschiedener Größe und Form. Sie bringen dem Garten stets Volumen und Struktur. Die Hainbuche läßt sich hervorragend in Form schneiden und wirkt überaus elegant.

Hainbuchen gehören zu den Bäumen und Sträuchern. Sie eignen sich auch für Topiari. In Kugel-, Pyramiden- oder Würfelform verleihen sie Gärten und Wegen ganz besonderen Touch. Hier einige Tips zu Anbaumethoden und Pflegetechniken dieses hübschen Baums.

Allgemeines über die Hainbuche

Die Hainbuchen (Carpinus betulus) sind in Europa und Kleinasien beheimatete Bäume in der botanischen Familie der Birkengewächse (Betulaceae). In Europa besetzen sie 1,5 % der Waldflächen. Hainbuchen werden bis zu 25 Meter hoch, ihre Blätter trocknen zum Winter ein und bleiben am Geäst. Die Hainbuche wird gerne angepflanzt, weil sie freundlich aussieht und sich bestens für den Baumschnitt und Topiari eignet. Die Hainbuche ist eine Gattung der Familie der Birkengewächse bzw. Betulaceae und gehört damit zu der gleichen botanischen Familie wie die Birke und Hasel. Im Frühling blüht der Baum in hängenden Kätzchen von gelb-grüner Farbe. Zur Gattung Carpinus gehören verschiedene Arten, die in Größe und Aussehen verschieden sind, aber alle im Garten gepflanzt werden können.

Anbautechnik und Pflege der Hainbuche

Die Hainbuche kann im Herbst durch Samen vermehrt werden. Hierfür wird das Saatgut gesammelt und noch frisch gesät. Es ist Vorsicht angebracht, denn getrocknete Samen können noch ein Jahr später keimen. Damit wird die Keimbildung ein Zufallserlebnis. Die Vermehrung der Pflanze kann auch im späten Frühjahr durch Stecklinge von krautigen Trieben erfolgen. Hormon- oder Bewurzelungspulver fördert den Neuaustrieb und ist damit empfehlenswert. Zum ausklingenden Frühjahr kann man die Hainbuche vermehren, indem Äste bis zum Erdreich herabgebogen werden, wodurch sich Absenker ausbilden. Es ist dabei darauf zu achten, daß die Sommerhitze das Bewurzelungssubstrat nicht austrocknet. Die Verwendung von Hormonpulver ist sinnvoll. Im Herbst oder darauffolgenden Frühjahr wird die Wurzelbildung kontrolliert und der Ableger von der Mutterpflanze getrennt. In Gärtnereien kann man Hainbuchen ebenfalls in Form von Wurzelware beziehen.

Stecklinge am besten im Herbst pflanzen. Auf einen Teil Gartenerde rechnet man zwei Teile Humuserde. Eine Anreicherung mit Kompost ist ebenfalls sinnvoll. Obwohl die Hainbuche auf jedem Boden wächst, selbst wenn er besonders kalkreich ist, zieht sie dennoch eher lehmigen und frischen Boden vor. Da die Hainbuche flachwurzelnd ist,  muß darauf geachtet werden, daß das Erdreich um den Baum nicht austrocknet. Damit die Wurzeln besser anwachsen, wird die Pflanze zweimal pro Woche großzügig gegossen. Eine Mulchschicht hilft Verdunstung zu verringern und dient im Winter als Kälte- und Frostschutz. In den ersten drei Jahren wird mit faserigem Kompost gemulcht. Damit hat die Pflanze stets alle für ihr Wachstum erforderlichen Nährstoffe zur Verfügung. Bereits bei der Pflanzung wird ein Teil der Zweige gekappt, damit möglichst viele Trieb neu austreiben können. Die Hainbuche steht gerne im Halbschatten, zu große Sommerhitze verträgt sie eher schlecht. Normale Sonneneinstrahlung toleriert sie aber. Für eine gleichmäßige Hecke wird die Hainbuche in Abständen von 50 bis 60 cm gepflanzt, für freie Hecken genügt ein Abstand von 1,50 bis 1,80 m.

Die Hainbuche kann auch im Kübel gehalten werden, manche Arten eignen sich sogar für die Bonsai-Kunst. Eine Hainbuche im Topf sollte im Winter in ein geschütztes Winterquartier gebracht werden, da sie weit frostempfindlicher als Freilandpflanzen ist. Vor starkem und andauerndem Regen sollte der Topf geschützt werden, damit das Substrat nicht total durchnäßt. Die Pflanze wird in dieser Jahreszeit halbschattig aufgestellt, den Rest des Jahres sonnig. Umgetopft werden kann im Februar oder März vor Beginn der Vegetationsperiode. Die junge Pflanze wird jährlich umgetopft, bei älteren Pflanzen genügt es, wenn sie alle drei Jahre in einen neuen Behälter kommen.

Hainbuchen und Gehölzschnitt

Idealerweise wird die Hainbuche mindestens zweimal pro Jahr zurückgeschnitten. Der erste Schnitt ist ein Erziehungsschnitt. Er gibt der Pflanze die gewünschte Form, läßt nur die nötigen Zweige am Baum und lenkt die Bildung von neuen Ästen. Dieser Schnitt erfolgt im Winter oder Vorfrühling. Der zweite Schnitt erfolgt im August/September nach der Vegetationsperiode, er soll die Pflanze auf die Winterruhe vorbereiten. Bei Bäumen, die die gewünschte Form erlangt haben, brauchen nurmehr nachwachsende Triebe zweimal jährlich entfernt werden. Um kompliziertere Formen zu erhalten, kann man sich mit Draht und Drahtgerüsten behelfen, die den Zweigen eine Richtung geben. Hecken werden in den ersten Jahren kräftig zurückgeschnitten, um eine möglichst dichte Verzweigung zu erreichen. Jungtriebe können öfter, nötigenfalls 2 bis 6-mal im Jahr geschnitten werden. Bei Frost und in praller Sommersonne sollte Gehölzschnitt vermieden werden. Am besten erfolgt der Schnitt von oben nach unten und von innen nach außen.

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Veröffentlicht in Großbäume von Emily am 10 Jun 2011

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