Eine Blühpflanze, die verwöhnt werden möchte

Die Fuchsie, ein Zierstrauch, der Gärten durch seine farbige Blüte verziert, stammt aus Mittel-und Südamerika. Von dieser exotischen Pflanze sind diverse Arten bekannt, die sich in ihrer Größe und Farbe ihrer Blüten mehr oder weniger unterscheiden. Von allen bekannten Arten ist die Sorte “Magellanica” kühlen bzw. gemäßigten Klimazonen mit Abstand am besten angepaßt. Die Fuchsie ist eine recht empfindliche Pflanze, man muß ihr besondere Pflege zukommen lassen.

Die Fuchsien (Fuchsia) sind kleine, blühende Sträucher in der Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae). Ihre Wuchsform, Wuchshöhe und die Farbe ihrer Blüten sind von einer Art zur anderen unterschiedlich. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Wenn man bedenkt, daß es mehrere hundert Arten und Sorten von Fuchsien gibt, kann man sich leicht vorstellen, wie schwer es ist, seine Lieblingsfuchsie zu finden! Manche Fuchsien werden gerade einmal 30 bis 60 Zentimeter groß, andere erreichen ohne Schwierigkeiten Wuchshöhen von 1.80 oder 2 Meter. Ihre Blüten, herabhängende Glöckchen, können einzeln oder doppelt sein, der Blütenkelch (Calyx) ist häufig weitaus farbintensiver als die Blütenkrone (Corolla). Fuchsien sind hervorragende Balkonpflanzen, es gibt Formen für Rabatten und Hecken… Bevor man sich für eine bestimmte Sorte entscheidet, sollte man sich also im klaren darüber werden, wohin man seine Fuchsien setzen möchte. Die kleinen Blühsträucher wachsen im Freiland ebenso schön wie im Topf. Im Garten macht sich die Fuchsie sehr schön neben schillernden Zierpflanzen, Begonie oder Eisenkraut zum Beispiel. Farne sehen ihr grünes Farbenkleid in Partnerschaft mit einer Fuchsie unterstrichen. Fuchsien machen sich auch in Hecken sehr schön. Dort bringen sie mit ihrem außergewöhnlichen Blütenfarbspiel den Garten den ganzen Sommer hindurch zum Erleuchten. Als hängende Balkon- oder Terrassenpflanze bringt die Fuchsie exotische Effekte, sie verschönert aber auch schattige Ecken sehr schön.

Fuchsien für jeden Stil

Auf keinen Fall sollte man aus den Augen verlieren, daß es sich bei der Fuchsie um eine exotische Pflanze handelt, die weniger mildes Klima nur schlecht verträgt. Obwohl einige Arten robust sind (dazu gehört die Fuchsia coccinea), gelingt es der großen Mehrheit dieser Pflanzengattung nicht, sich kaltem Klima anzupassen. Wer also in einer Region lebt, in der rüde Winter nichts Außergewöhnliches sind, sollte Fuchsen nicht direkt im Garten halten. Besser ist dann eine Topfkultur, die vor den ersten Nachtfrösten in ein geschütztes Winterquartier umziehen kann. Die unstrittig robusteste Vertreterin ihrer Art ist die Scharlach-Fuchsie magellanica. Diese überaus farbenfreudige Freiland-Fuchsie hält relativ strengen Wintern in allen ihren Variationen, ob sie nun “riccartonii”, “alba”, “versicolor” oder wie auch immer heißen, stand. In deutlich wärmeren Klimazonen mit viel Sonne kann man sich bedenkenlos für die weniger winterhart Sorten entscheiden. Dazu gehören die Fuchsia coccinea mit herrlich purpurroten Blüten, Fuchsia venusta, die sich in prächtigen Rosatönen präsentiert, und Fuchsia cascade, die durch überwältigende lila Farben auffällt. Es gibt auch hängende Fuchsien, die sich in Ampeln sehr schön machen. Diese überaus empfindliche Sorte, die “Königin der Balkone”, muß unbedingt gut geschützt vor Kälte und schlechtem Wetter überwintert werden.

Pflanztips

Die Fuchsie ist in Sonnenländern beheimatet, braucht folglich viel Licht, um blühen zu können. Direktes Sonnenlicht fürchtet sie jedoch, besser gefällt sie sich an einem windgeschützten und leicht schattigen Standort. Um richtig wachsen zu könne, möchte die Fuchsie auf feuchter und gut durchlässiger Erde stehen, die allmonatlich mit löslichen Dünger versorgt wird. Wer Fuchsien in seine Gartenhecke pflanzen möchte, muß einen Mindestabstand von 60 cm zwischen zwei Pflanzen einhalten. So haben sie genügend Platz, um sich entfalten zu können. Ihre Blüte wird dann noch prächtiger ausfallen. Für Balkon-Fuchsien gelten die gleichen Hinweise. Da sie keine direkte Sonne mögen, müssen sie in Richtung Norden stehen. Vor dem Einsetzen der Fuchsien in die Pflanzkästen etwas Blähton hineingeben, damit das Gießwasser besser abgeleitet wird. Blumentopfuntersetzer können sich verheerend auswirken, da sich um die Wurzeln Wasser stauen könnte. Sie sind daher zu vermeiden.

Fuchsien pflegen

Fuchsien werden sparsam gegossen, damit ihre Wurzeln nicht verfaulen. Gegossen wird erst dann, wenn die Erde angetrocknet ist. Während der Wachstumsperiode die schwächsten Zweige und Knospen entfernen. So wird die Pflanze noch schöner blühen. Vor allem nicht vergessen, daß die weniger robusten Sorten unbedingt geschützt vor Frost über den Winter gebracht werden müssen. Sobald die Kälte einsetzt, stellen Sie sicher, daß Ihre Töpfe und Pflanzbehälter gut geschützt sind. Besitzer einer Fuchsia magellanica bieten ihr Winterschutze, indem sie eine Mulchschicht aus Kiefernrinde anlegen und die Pflanze in ein Frostvlies einwickeln. Vor dem ersten Frost werden Fuchsien zurückgeschnitten. So kommen sie besser mit widrigen Wetterbedingungen zurecht. Im Frühjahr werden die Pflanzkübel ab und dann in den Garten gestellt, wo sie sich nach und nach an die Umgebungstemperaturen anpassen können. Erst wenn sie sich an die neuen Temperaturen gewöhnt haben, bleiben sie im Freien. Im Topf gehaltene Fuchsien können ab April geschnitten werden, damit sie im Sommer besser blühen können. Intensivem Pflanzenwuchs wird mit Umtopfen begegnet, damit die Wurzeln nicht eingeengt werden. So schöne eine Fuchsie auch sein mag: In erster Linie handelt es sich um eine empfindliche Pflanze, die viel Aufmerksamkeit und Versorgung von ihrem Besitzer erfordert. Die besten Ergebnisse erzielt, wer seine Fuchsie mit Liebe hegt und pflegt.

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Veröffentlicht in Einjährige Pflanzen von Emily am 11 Jul 2011

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