Die Echte Feige - Tipps für die erfolgreiche Pflanzung

Die Echte Feige ist eine seit der Antike im ganzen Mittelmeerraum beliebte Nutzpflanze. Dort ist Ficus carica, wie die strauchig wachsende Feige mit wissenschaftlichem Namen heißt, seit jeher als Zierpflanze, Heilpflanze und Genußpflanze bekannt. Auch in Europa hat sich der Feigenbaum längst einen festen Platz erobert und in vielen Gärten und Häusern einen festen Platz gefunden. In ihrer Heimat wird die Feige auf riesigen Feigenfeldern angebaut. Dies ist bei uns aufgrund der hiesigen klimatischen Verhältnisse nicht möglich. Hinsichtlich Pflanzzeit, Pflanzart und Pflege sind in der Tat verschiedene Grundregeln sorgfältig einzuhalten. Die Feige hat verschiedene natürliche Feinde, die sich auf verschiedene Weise bekämpfen lassen. Rindenkrebs, Scherpilzflechte und Fliegen werden präventiv behandelt, bei Befall kann mit Bordeaux-Brühe gearbeitet werden.

Die Echte Feige ist ein in warmen Regionen wachsender, robuster Obstbaum in der botanischen Familie der Maulbaumgewächse (Moraceae). Wird ein bestimmter Anbaumodus beachtet, kann sie sich auch gemäßigtem Klima anpassen. Bei der richtigen Pflege wächst die Feige auf fast jedem Bodentyp und braucht nicht viel Feuchtigkeit.

Wie wird die Echte Feige angebaut?

Um Echte Feigen anbauen zu können, muß man ihre Ansprüche an Boden und Pflege kennen. Feigen erfordern in der Tat viel Aufmerksamkeit. Zunächst wächst die Feige mehrstämmig, d. h. in Gruppen mehrerer dicht stehender Sträucher. Man kann die schwächeren Jungpflanzen wegschneiden und nur einen einzigen, den größten Baum übrig behalten. Durch den Gobeletschnitt wird ein hochstämmiger Baum erreicht. Hierbei werden regelmäßig alle seitlich heraus wachsenden Schößlinge entfernt. Schnittwunden an der Echten Feige heilen nur sehr langsam. Um die übrigen überschüssigen Zweige zu entfernen, sollte man bis Frühling abwarten. Je nach Anbaugebiet sind verschiedene Feigenvarianten erhältlich. Wer im Süden lebt und Feigen anbauen möchte, sollte seine Wahl unter den folgenden Arten treffen: Sultane, Marseillaise, Grise Saint-Jean, Dalmatie … Diese Arten sind kälteempfindlicher und können in den Monaten Oktober bis April gepflanzt werden. Sie möchten gut gewässert werden, denn sie haben einen enormen Wasserbedarf. Werden sie im Herbst in die Erde gesetzt, wachsen sie schneller als im Frühling gesetzte Pflanzen. Dies liegt an der Kühle, die im Boden eine gewisse Schwere verursacht. In nördlicheren Klimazonen entscheidet man sich besser für andere Feigenarten. Zur Wahl stehen: Madeleine des deux saison, Goutte d’Or und Ronde de Bordeaux. Sie alle sind relativ robust. Die richtige Anbauzeit für sie ist im Frühjahr.

Die Pflege der Echten Feige

Eine echte Feige möchte nicht nur regelmäßig gegossen werden, sie verlangt auch Windschutz. In Sachen Schnitt: Der Fruchtschnitt ist anders als der Erziehungsschnitt. Feigen, die zweimal im Jahr Früchte tragen, werden nur oberflächlich zwecks Belüftung der Pflanze geschnitten. Sie tragen nämlich an fast allen Ästen Blüten. Feigen, die nur einmal im Jahr Früchte tragen, können radikaler zurückgeschnitten werden. Der Erziehungsschnitt gehorcht ästhetischen Zielen. Der Pflanzenstock wird durch regelmäßigen Rückschnitt auf einer vernünftigen Wuchshöhe gehalten. Im Frühjahr werden Zweige, Nachtriebe und Verästelungen so geschnitten, daß nur der Stamm verbleibt, der harmonisch mehrstämmig wachsen kann. Um eine Gobeletform zu erzielen, d. h. einen isoliert wachsenden Baum, werden die anderen Pflanzstöcke und alle Schößlinge regelmäßig entfernt.

Die Feinde der Echten Feige bekämpfen

Die Feigenblattmotte, Rindenkrebs und die Feigenfliege sind die hauptsächlichen Schädlinge der Echten Feige. Um einen Feigenbaum vor Rindenkrebs zu schützen, wird er mit Bordeaux-Brühe präventiv bespritzt. Eventuelle Verletzungen der Rinde werden mit Wundverschlußpaste bepinselt. Gegen die Feigenblattmotte gibt es spezielle Pflanzenschutzmittel für den Einsatz im Haus- und Kleingartenbereich. Bactospeine-Spritzpulver haben sich als besonders wirksam erwiesen, die Verpackungen müssen aber die Aufschrift “Anwendung im Haus- und Kleingartenbereich zulässig“ tragen. Um eine Invasion der Feigenfliege zu vermeiden, wird die Pflanze frühzeitig, mindestens vier Wochen vor dem Schlüpfen der Tiere, mit Insektizid bespritzt. Werden die Blätter der Feige braun oder gelb und fallen ab, liegt dies entweder an zu viel oder zu wenig Wasser. Mineralmangel, Verbrennungen durch Frost oder zu starke Sonne und falsche Verwendung von Insektenvernichtungsmittel sind weitere Gründe dafür, daß sich die Blätter der Feige verfärben können und die Pflanze krank wird. Totes und krankes Holz wirddaher umgehend entfernt, um eine Überlastung des Baums zu vermeiden.

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Veröffentlicht in Obstbäume von Emily am 15 Jan 2013

2 Kommentare

Kommentar : falk klein (Gast)

Hallo! Habe mir im Frühjahr 2012 eine Ficus carica gekauft und vor lauder Freude in einen großen Topf gepflanzt.Wie lange kann ich die Feige im Topf lassen?....oder sollte ich die Pflanze in den Garten pflanzen? Mein Wohnort ist am Vierwaldstätter See,ca.800münN,schneesicher aber nicht sehr kalt....bin für jede Idee dankbar mit freundlichen Gruß Falk aus der Schweiz

Kommentar : julia (Gast)

meine ist eingegangen was soll ich da jetzt machen?

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