Pflegeanleitung für Zitronenbäume

Der Zitronenbaum ist attraktiv und seine Früchte sind überaus schmackhaft. Das in unseren Breitengraden im Freien nicht winterharte Bäumchen produziert Zitronenfrüchte mit vitaminreichem Fruchtfleisch von eher säuerlichem Geschmack. Zitronen werden gerne zum Würzen verwendet. Die Zitrone wird auch Zitronatzitrone oder Limone genannt. Um schöne Früchte zu erhalten, ist die korrekte Anbauart wichtig. Voraussetzung hierfür ist die Kenntnis der Vorlieben der Zitrone, was das Kultursubstrat, die Temperatur und das Gießwasser anbelangt. Unter den richtigen Bedingungen kann der Zitronenbaum bis zu drei Meter hoch werden und wird vor der Obsternte herrlich duftende, weiße Blüten tragen.

Die Zitrone (Citrus limonum) wächst im Mittelmerraum und in tropischen Regionen als kleiner, immergrüner Obstbaum. In Frankreich findet sie an der Riviera und auf Korsika die richtigen klimatischen Bedingungen. Die südfranzösische Region Menton beispielsweise ist eine bedeutende Erzeugerregion für Zitronen. Wer die Zitrone nicht für ihre Früchte anbaut, kann sie sich als Zierpflanze im Kübel auf der Veranda halten.

Wie wird die Zitrone angebaut?

Der Anbau von Zitrusbäumen beginnt mit der Wahl des richtigen Untergrunds, ob die Pflanze nun im Topf oder im Freiland gezogen wird. Zwar können Zitronen auch auf kalkreichem oder steinigen Boden wachsen, doch gedeihen sie erst richtig auf weniger saurem, lockeren Boden. Sie brauchen ein Entwässerungssystem, das sie vor überschüssigem Wasser schützt.

Der Zitronenbaum liebt volle Sonne. Man sollte sich also nicht scheuen, ihn in direkten Kontakt mit den Sonnenstrahlen zu bringen. Wind dagegen droht seine Blätter auszutrocknen, somit ist der Baum kein Freund von ihm. Er steht gern allein, ohne andere Pflanzen in seiner direkten Umgebung. Bei Temperaturen unter 5°C stellt der Zitronenbaum sein Wachstum ein, was sich auf den späteren Fruchtstand positiv auswirkt.

Die Vermehrung der Zitrone ist ein zweistufiger Prozeß: Zunächst werden die Samen im Gewächshaus vorgezogen. Nach ungefähr zwei Jahren wird die Jungpflanze veredelt. Dieser Vorgang soll die ungeschlechtliche Vermehrung der Zitrone ermöglichen. Bei dem Okulieren der Pflanze (im Mai oder August) wird das Edelreis in den Einschnitt der Unterlage (im August oder September) geschoben.

Die Pflege des Zitronenbaums

Im Winter ist es ratsam, seine Töpfe in einen geschützten Raum zu bringen, wo der Zitronenbaum von einer gleichmäßig niedrigen Temperatur profitieren kann. Alles um den Baum herum wachsende Unkraut wird entfernt, die Zitrone haßt nämlich Konkurrenz. Um die an der Erdoberfläche befindlichen Wurzelteile nicht zu beschädigen, wird Unkraut am besten per Hand entfernt und nicht mit einem Spaten.

Zum Gießen nur kalk- und bleichmittelfreies Wasser verwenden. Im Juni und Juli sollte ein Zitronenbaum nicht gegossen werden. Erst ab August sollte die Wasserversorgung wiederaufgenommen werden. Dies ist einer schönen Blüte im Sommer förderlich. Die Zitrone im Drei-Wochen-Rhythmus mit einem Dünger im Verhältnis NPK 1 1 2 versorgen. Im Frühling und Herbst verrotteten Dung in die Erde einarbeiten.

Die Zitrone ist äußerst anfällig für rote Spinnen und Blattläuse. Zur Bekämpfung der Schädlinge einmal wöchentlich ein Insektizid auftragen. Das Verhalten der Pflanze aufmerksam beobachten. Fast vergilbte oder nach unten hängende Blätter verweisen darauf, daß die Pflanze zu viel Wasser bekommen hat. Nach oben zeigende Blätter deuten ganz im Gegenteil Wassermangel an. Sich schwarz färbende Blätter signalisieren, daß dem Baum kalt ist, ausbleichende Blätter zeigen Nähstoffmangel.

Ist der Zitronenbaum noch nicht groß genug, nur schlecht orientierte Zweige kappen und den Baum auslichten, ansonsten aber nicht zurückschneiden. Im Allgemeinen erfolgt der Schnitt entsprechend der Robustheit des Baumes. Ein weniger kräftiger Baum wird nur leicht beschnitten. Ein bereits stärkerer Baum kann kräftiger zurückgeschnitten werden. Vorsicht: Der Schnitt wird stets nach der Ernte ausgeführt, da Zitronenfrüchte an einjährigem Holz wachsen.

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Veröffentlicht in Obstbäume von Emily am 02 Jun 2012

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