Vom leeren Grundstück zum Ziergarten

Gartenarbeit ist eine Tätigkeit, bei der man sich entspannen und dem alltäglichen Stress entkommen kann. Gartenarbeit ist eine naturnahe Tätigkeit vor allem für den Stadtbewohner. Jedermann ist in der Lage, einen Ziergarten zu gestalten. Man muß sich nur richtig organisieren und die richtigen Pflanzen auswählen, um sich sein eigenes kleines Paradies zu schaffen. Folgen Sie dem Ratgeber, um schnell von der Theorie zur Praxis zu gelangen!

Es gibt viele Kniffe bei der Gestaltung eines Ziergartens. Um sie nachvollziehen zu können, muß man aber wissen, was überhaupt der Begriff Ziergarten umfasst. Als Ziergarten bezeichnet man in der Regel einen Garten im Freien, der den Geschmack und die Launen seines Besitzers widerspiegelt. Der Zusatz “Zier” in diesem Zusammenhang ist weit aufzufassen und will ausdrücken, daß der Garten “Vergnügen” bereiten soll und jeder frei ist, ihn nach Lust und Laune zu gestalten. Es gibt also keine Standardregel für die Verwirklichung eines Ziergartens. Klassischer wird dagegen die Frage des nötigen Gartengeräts. Zur Grundausstattung gehören Schaufel, Spaten, Schere, Gießkanne oder Gartenschlauch. Je nach Gartengröße und vorhandenen Pflanzen kommen Pflanzholz, Hacke, Rechen, Hand- oder Elektro-Sämaschine und eventuell ein Rasenmäher hinzu. Ideal ist es, einen kleinen Geräteschuppen aufzustellen und für intelligentes und biologisches Gärtnern einen Winkel des Gartens für die Kompostbereitung frei zu lassen. Sind alle Vorüberlegungen und Anschaffungen abgeschlossen, kann man sich daran machen zu überlegen, welche Pflanzen im eigenen Ziergarten gepflanzt werden sollen.

Pflanzen und Accessoires des Ziergartens

Der Gestaltung eines Ziergartens sind keine Grenzen gesetzt, man kann seiner Phantasie freien Lauf lassen. Dies bedeutet, daß ausnahmslos alle Pflanzen in einem solchen Garten Platz finden können. Die meisten Hobbygärtner entscheiden sich allerdings eher für konventionelle und pflegeleichte Pflanzen, die ihnen die Gewähr bieten, in der gewünschten Zeit und ohne viel Quälerei ansehnliche Blumenbeete zu erzielen. So schön exotische Pflanzen auch sein mögen – sie brauchen in der Tat viel Pflege und überleben die hiesigen Winter oft nur schwer. Deshalb findet man in Ziergärten häufig einjährige Blumen (Begonie, Kapuzinerkresse, Fuchsie, Stiefmütterchen, Sonnenblume, Immergrün..), Stauden (Akelei, Baldrian, Fingerhut, Iris, Lupine, Japan-Anemone, Primel), mit denen sich je nach Art ganzjährig blühende Gärten schaffen lassen, und zweijährige Pflanzen wie Veilchen, Gänseblümchen oder Glockenblume. Bodendeckende Pflanzen wie die Rosenart “White Fairy” oder das Kanadische Veilchen, aber auch schlichtes Rasengrün sind von zeitlosem Erfolg. Ziergärten können auch in kleinerem Maße Bäume beherbergen, vorzugsweise laubabwerfende Arten wie Magnolie, Kirsche oder Apfel. Was das übrige Dekor anbelangt, hängt nun wirklich alles vom individuell gewählten Thema ab. Wird der Ziergarten im japanischen Stil angelegt, ist an Brunnen, Statuen und Steine (beispielsweise in der Einfahrt) zu denken. Soll er eher ländlich-rustikal gehalten werden, dann helfen Schubkarren, Eisenwaren und Mühlsteine die Illusion der Bauernlandschaft perfekt zu machen …

Ziergärten: Pflanztips

In jeder Saison geht dem Einbringen von Saatgut in die Erde ein wenig Arbeit voraus. Es muß gejätet werden, Unkraut und Fremdkörper sind zu entfernen, der Boden muß je nach der gewünschten Bodenbeschaffenheit unter Umständen mit Sand, Lehm oder Kompost verbessert werden. Damit jedes Gewächs bestmögliche Überlebenschancen hat, muß man sich über die ideale Pflanzzeit im klaren sein. Einjährige Pflanzen werden in der Regel im Frühjahr in den Boden gesetzt, obwohl einige Arten wie die Glockenblume und Klatschmohn auch mit den ersten Frostnächten im Herbst ziemlich gut auskommen. Letztere übrigens werden im September je nach der Samengröße in Schalen oder Kisten vorgezogen und frostgeschützt gehalten. Im März des Folgejahres können sie dann ins Freie gesetzt werden. Zweijährige Pflanzen, die häufig erstmals im Frühling blühen, werden besser zwischen Mai und Juni gesät und im Oktober umgepflanzt. Grundsätzlich werden Steckling aber erst dann umgesetzt, wenn ihre ersten Blätter voll ausgebildet sind. Stauden schließlich, der schönste Schmuck eines jeden Ziergartens, können fast alljährlich gepflanzt werden (nicht im Winter). Viele tragen ein für das Auge wirklich angenehmes immergrünes Laubkleid.

Alle Pflanzen verlangen regelmäßige Pflege von ihrem Besitzer. Sträucher und Pflanzen werden zurückgeschnitten, gegossen und sofern nötig gedüngt. Gelbe Blätter und alle verwelkten Pflanzenteile werden entfernt und Äste gekürzt, damit die Pflanzen korrekt belüftet werden und eine reiche Ernte bringen. Krankheiten wie Rost, Mehltau usw. sind entsprechend zu behandeln. Blattläuse, Wollläuse, Schnecken, Fliegen, Ameisen lassen jede Pflanze auf Dauer krank werden und absterben. Bei Befall ist also eine entsprechende Behandlung der Pflanze vonnöten. Wer nicht über das nötige Wissen verfügt, sollte sich dem Fachmann anvertrauen.

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Veröffentlicht in Deko-Ratgeber von Emily am 20 Dec 2012

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