Tips für den eigenen Bio-Garten

Die Idee eines Bio-Gartens interessiert mehr und mehr Menschen. Viele setzen ihren Wunsch aber nur zögerlich in die Tat um, weil sie Angst vor den damit verbundenen Folgen haben. Und dennoch: Nichts ist einfacher als die Schaffung eines Bio-Gartens. Man braucht nur zu Großmutters Praktiken zurückkehren, in die Zeit, in der noch keine Chemie eingesetzt wurde. Entgegen der landläufigen Meinung ist die Verwirklichung eines Bio-Gartens also jedermann zugänglich.

Bevor man sich mit den technischen Fragen betreffend die Anlage und Pflege eines Bio-Gartens befaßt, muß man sich erst einmal bewußt machen, was ein Bio-Garten eigentlich ist. Ein Bio-Garten unterscheidet sich von einem klassischen Garten vor allem dadurch, daß keine Chemie eingesetzt wird, keine Pestizide, Herbizide usw. Der Boden zieht seine Nährstoffe aus Gründüngung des Typs Buchweizen, Bockshornklee, Erbsen, Klee oder Senf und aus Kompost, der aus pflanzlichen Abfällen hergestellt ist. Zur Entfernung von Unkraut geht ein Bio-Gärtner manuell vor, nicht aber mit der chemischen Keule. Gießwasser ist idealerweise gesammeltes Regenwasser. Diese Vorgehensweise schont die natürlichen Ressourcen. Um den Boden nicht unnütz auszulaugen, ist beim Anbau eine bestimmte Fruchtfolge einzuhalten. Damit variiert man auch die Freude an seinen Kulturen.

Bodenvorbereitung: Ein wesentlicher Schritt

Um den Boden für die Aufnahme des Bio-Gartens richtig vorzubereiten, muß man vorab seine Struktur definieren und bei Bedarf verändern. Ein eher lehmiger Boden zum Beispiel muß mit etwas Sand vermischt werden. Ist der Boden sauer, dann muß ihm Kalzium zugeführt werden. Sandiger Boden dagegen wird mit Kies und biologischer Humuserde stabilisiert. Dies garantiert das richtige Abfließen von Wasser. Sobald der Boden gut umgegraben ist, wird Gründünger auf brachliegenden Flächen gepflanzt. So kann das Erdreich seine Nährstoffe bewahren. Schnell wachsende Pflanzen wie Weidelgras oder Gelbsenf beispielsweise können als Pflanzendecke dienen. Danach kann man Blumen nach Belieben pflanzen und braucht nur noch abwarten, daß sie gedeihen, damit der Garten ein voller Erfolg ist.

Pflege des Bio-Gartens

Um Unkrautwuchs zu verhindern, werden Rabatten wöchentlich mindestens einmal geharkt. Vorhandenes Unkraut wird per Hand ausgezupft. Um Befall durch Blattläuse und andere Schädlinge zu vermeiden, wird mit Pyrethrum, Rotenon und flüssiger Schmierseife gearbeitet. Es handelt sich bei ihnen um anerkannte natürliche Pestizide. Bester Nährstoff für den Boden ist eine anständige Schaufel voll Kompost. Eine Ecke im Garten übrigens sollte der Herstellung von Kompost vorbehalten bleiben. Die Realisierung dieses natürlichen Düngers ist spielend einfach. Laub, Totholz, Gemüseabfälle und Wir müssen durch das Sammeln von Laub, Äste, Gemüseschalen und andere pflanzliche Abfälle werden gesammelt und in einer Grube gut vermischt. Damit der Haufen fermentieren kann, wird er großzügig mit Wasser begossen. Dann zwei Wochen abgedeckt ruhen lassen. Unter Einwirkung der Sonnenstrahlen, mehrmaligem Wässern und regelmäßigem Umsetzen des Haufens wird der Kompost bald in den Gartenboden eingearbeitet werden können. Der Kompost ist “reif”, wenn er Schwarztorf ähnelt und schön dick ist. Im Winter kann er mit Stroh vermischt und um Beete platziert werden, um die Pflanzen vor Frost zu schützen. Mit Kompost ist die Langlebigkeit des Bio-Gartens garantiert.

Tipps für Blumenbeete im Bio-Garten

Will man seine Blumenbeete lange halten, sollte man sich nicht nur die vor erteilten Ratschläge zu Herzen nehmen, sondern die Beete auch besonders pfleglich behandeln. Bei Herbstende werden die Zwiebeln von Dahlien, Gladiolen und Begonien ausgegraben und im Topf überwintert. Sie sind nämlich nicht winterhart. Blumen, die im Frühling blühen, Krokusse, Vergißmeinnicht, Mauerblümchen … können in die Erde gebracht werden, sind aber durch eine dicke Mulch- und Kompostschicht vor Kälte zu schützen. Wie gesagt: Die Anlage und Pflege eines Bio-Gartens hat nichts Kompliziertes, denn es genügt einige wenige Grundregeln zu beachten.

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Veröffentlicht in Bio von Emily am 05 Jul 2012

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