Tips für einen blühenden Balkon

Auch wenn er nicht groß ist, kann der Balkon doch ein herrlich blühender Ort und damit Raum für Entspannung werden. Organisation ist das Leitwort, darauf folgt die Wahl der für seinen Lebensraum geeigneten Pflanzen. Mit ein wenig Geschmack und ein paar Ratschlägen verwandelt sich ein Balkon schnell in einen echten Stadtgarten, der sich das ganze Jahr hält.

Bevor man sich an die Gestaltung der Fläche machen kann, muß man den zur Verfügung stehenden Raum richtig organisieren. Ist der Balkon relativ klein, sollten weniger Blumenkästen oder Töpfe aufgestellt werden. Zu viele herumstehende Pflanzbehälter führen schnell dazu, daß es an Bewegungsfreiraum fehlt, man sich beengt fühlt und es unordentlich aussieht. Nutzen Sie die vorhandene Fläche optimal: Kletterpflanzen kleiden Fassaden und Geländer und verleihen dem Balkon darüber hinaus ländlichen Charme. Auf einen größeren Balkon passen Blumenkästen und Töpfe. Sie verschönern die Außenansicht aufs Beste. Auch die Lage des Balkons ist ein Punkt, dem man Beachtung schenken muß. Denn sie ist es, die über die Art der Begrünung entscheidet. Man sollte nämlich nicht vergessen, daß jede Pflanze ihre eigenen klimatischen Bedürfnisse hat. Während die einen Schatten und Wind fürchten, brauchen die anderen besonders viel Luft und Sonne.

Auch die Wahl der Pflanzbehälter will gut überlegt sein. Wer in Klimazonen mit besonders hartem Winter lebt, tut gut an leichten Töpfen, die besser zu den Pflanzen passen. Und wer Blumenkästen vorzieht, sollte darauf achten, daß sie hinreichend solide sind, um das Gewicht von Erde und Pflanzen zu tragen. Blumenkästen sind generell ideal für den, der blühende Geländer realisieren möchte. Da sie mehr oder weniger lang sind, eignen sie sich sehr gut für Reihen von verschiedenen Pflanzen. Eine so erzielte Pflanzenvielfalt bringt dem Balkon herrlich bunte Farben. Blumentöpfe eignen sich besonders für hochwachsende Pflanzen und laubtragende Pflanzen. Durch abwechselnd aufgestellte Töpfe und Kästen erzielen Sie schöne Farb- und Größeneffekte. Ist der vorhandene Raum aufgeteilt und ist klar, welche Behältnisse aufgestellt werden sollen, kann man sich daran machen, den Balkon nach Herzenslust mit Blumen und Pflanzen zu schmücken.

Welche Blumen sind geeignet?

Bevor Sie sich aussuchen, welche Blumen sie wachsen lassen möchten, müssen Sie an das herrschende Klima und die für die Pflanzenpflege zur Verfügung stehende Zeit denken. Wer seinen Pflanzen aus Zeitgründen nicht viel Aufmerksamkeit schenken kann, sollte Stauden den Vorzug geben. Sie brauchen nicht oft gegossen werden und sind generell pflegeleicht. Außerdem sind sie immer farbenfroh und natürlich widerstandsfähig, so daß ihnen selbst extreme Wetterverhältnissen nicht viel ausmachen. Oder entscheiden Sie sich für Aromapflanzen wie Rosmarin, Thymian, Salbei oder Minze, die alle ebenfalls nicht viel Arbeit machen. Sie sind ideal für die Verwendung in der Küche und verführen mit angenehmen Duftnoten. Wählen Sie ganz einfach solche Blumen, die einen Balkon durch ihre schönen Farben erhellen.

Besonders vorteilhaft sind Azaleen, Geranien, Pelargonien, Fuchsien, Stiefmütterchen und Petunien. Sie alle sehen hervorragend aus, sind pflegeleicht und kleiden sich in verschiedensten Farbtönen. Für mehr Originalität können in einem Blumenkasten Pflanzenarten und Farben gemischt werden. Dabei ist allerdings darauf zu achten, daß sich die Arten gut miteinander vertragen. Pflanzen, die sich zu sehr ausbreiten, können andere Pflanzenarten verdrängen und deren Wachstum beeinträchtigen. Abwechselnd gepflanzt werden können zum Beispiel verschiedenfarbige Geranien und Petunien. Noch kontrastreicher wird es, wenn sie durch einen Blumenkasten mit Aromapflanzen getrennt werden. Zur Begrünung von Wänden und Spalieren eignen sich Kletterpflanzen wie Efeu oder Sternjasmin. Der Aufstellung von Yucca, Kakteen, Buchsbaum oder Zypressen, die durch ihre originellen Formen auffallen, steht ebenfalls nichts entgegen.

Richtige Balkonpflege

Um sich das ganze Jahr hindurch an schönen Blumen erfreuen zu können, ist ein Minimum an Pflege angebracht. Die meisten Balkonpflanzen brauchen gut durchlässigen Boden, zu viel Feuchtigkeit vertragen sie überhaupt nicht. Damit sich das Gießwasser nicht staut, sollten daher grundsätzlich nur Blumenkästen mit Bodenlöchern verwendet und der Boden mit Tonkugeln oder Steinchen ausgelegt werden. Gießen Sie Ihre Pflanzen vorsichtig und warten Sie mit dem erneuten Wässern, bis die Erde angetrocknet ist. Bei heißem Wetter ist selbstverständlich häufiger zu gießen, damit die Pflanzen nicht austrocknen und absterben. Gelbe Blätter und verwelkte Blüten hindern die Pflanze am Gedeihen und werden daher systematisch entfernt. Für attraktive Pflanzen kann ab und dann organischer Dünger beigefügt werden. Düngergaben sind ab April möglich, werden zu Herbstbeginn eingestellt und erst im folgenden Frühjahr wieder aufgenommen.

Sobald sich die ersten Fröste ankündigen, werden die empfindlicheren Pflanzen (Geranien, Pelargonien, Petunien) ins Winterquartier geholt. Widerstandsfähigere Arten (Stiefmütterchen, Yucca, Sternjasmin) können noch im Freien bleiben. Wer nicht alle Pflanzen nach Drinnen holen möchte, kann zumindest einige von ihnen durch Mulchen oder Frostvliese vor Kälte schützen. Während der Winterruhe werden Pflanzen nur spärlich gegossen. Zu viel Feuchtigkeit würde ihren Wurzeln schaden. Sobald die schönen Tage zurück sind, können Ihre Pflanzen wieder häufiger mit Wasser versorgt und durch organische Düngergaben verwöhnt werden. Grünpflanzen werden nach dem Winter in größere Pflanzbehältnisse umgetopft, damit sich Wurzeln, denen es im alten Topf zu eng geworden ist, wieder frei entfalten können. Beim jährlichen Umtopfen wird auch die Erde erneuert, damit die Pflanzen genügend Nährstoffe erhalten und richtig gedeihen.

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Veröffentlicht in Deko-Ratgeber von Emily am 09 Jun 2011

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