Jelängerjelieber, pflegeleichte Gartenpflanze

Geißblatt, auch Jelängerjelieber, gehört zu den Kletterern im Garten. Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) sind sowohl in Ländern im hohen Norden als auch in Tropenregionen verbreitet. Gartengeißblatt gehört zu den großen Pollenspendern, die auch als Heckenkirsche bekannte, üppig blühende Rankpflanze vermehrt sich durch indirekte Bestäubung: Nachtfalter, durch den Duft des sommergrünen Strauchs angezogen, übertragen den Pollen auf die Narben anderer Blüten. Vor allem in sonnigem Umfeld mit ein wenig Schatten ist die Pflanze rasch wachsend. An das Erdreich, auf der sie steht, stellt Lonicera keine besonderen Ansprüche. Die botanische Literatur kennt weit über 100 Lonicera-Arten.

Alle Geißblatt-Arten wachsen ohne Probleme auf ganz normaler Gartenerde, sofern ihre Blätter sich sonnen können und die Pflanzenbasis schattig steht. Sind diese Bedingungen gegeben, gedeihen Arten wie Lonicera fragrantissima, Lonicera tatarica oder auch Lonicera periclymenum garantiert. Diese drei Arten vertragen sich mit Clematis und Jasmin, die sehr schön den Pflanzenfuß kaschieren. Lonicera tatarica erreicht vier Meter Wuchshöhe, das Blätterkleid sollte in regelmäßigen Abständen nachgeschnitten werden, da die Pflanze durch Nachlässigkeit schnell verwildert. Damit schadet sie anderen Gewächsen in ihrer Nähe, die Licht brauchen, um gedeihen zu können.

Geißblatt für die Hecke

Geißblatt in Hecken ist eine schöne Art, um seinen Hof, Garten oder Teile des Gartens abzugrenzen. Für die niedrige Hecke eignet sich die Art Lonicera nitida am besten. Diese in China beheimatete Art  muß kontinuierlich geschnitten werden, wenn auch sie mit ihrer Wuchshöhe von zwei Metern im Vergleich zu den anderen Vertretern ihrer Familie relativ klein ist. Lonicera nitida blüht von Mai bis Juni; in dieser Jahreszeit präsentiert sie sich mit dichtem, grünen oder gelben Laubwerk. Bevor man sich an den radikalen Rückschnitt seiner Heckenkirsche machen kann,  muß man das Ende der Blüte abwarten. Alle Heckenkirschen übrigens müssen im Frühjahr mit verrottetem Kompost gedüngt werden.

Geißblatt vermehren

Im Topf kultiviertes Geißblatt stellt keine besonderen Ansprüche. Es genügt eine Mischung aus Heideerde, Pflanzerde und Gartenerde. Umgetopft werden kann Geißblatt das ganze Jahr hindurch, beste Ergebnisse erzielt man jedoch im Frühling. Gleiches gilt für die Absenker- und Stecklingsvermehrung. Für die Vermehrung durch Absenker genügt es, einen Zweig nach unten zu biegen, so daß er in Kontakt mit dem Boden gelangt, und ihn z. B. mit einem Stein in dieser Position zu behalten. Für die Stecklingsvermehrung wird der Steckling mit einem 15 cm langen Stöckchen abgestützt. Auch durch Aussaat kann Geißblatt vermehrt werden. Diese Methode wird eher im Herbst praktiziert. Wer die Pflanze in Blumenkästen ziehen möchte, sollte möglichst zu Frühlingsanfang säen, wenn die Temperaturen um die 20° C liegen. In dieser Jahreszeit sollte der Strauch auch mit qualitativ hochwertigem Humus gemulcht werden. Gegossen werden sollte die Pflanze grundsätzlich regelmäßig.

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Veröffentlicht in Bäume und Sträucher von Emily am 10 Jun 2011

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