Brennesseljauche - Herstellung und Verwendung

Die Brennessel ist eine krautige Pflanze, die auf nährstoffreichen Böden wächst. Aus ihr kann man leicht Brennesseljauche in Eigenproduktion gewinnen und als Dünger verwenden. Neben ihren positiven Eigenschaften als Heilpflanze wirkt die äußerst nährstoffreiche Brennessel auch als Kompost- und Wachstumsaktivator. Man kann sich auch als Insektenvernichtungsmittel einsetzen, um Blattläuse und Milben zu töten.

Brennesseljauche ansetzen

Brennesseljauche ist ein Produkt aus der Mazeration der Pflanze in einem Behälter aus Holz oder Kunststoff. Metallgefäße sind ungeeignet. Dieser Naturdünger ist besonders stickstoffreich und fördert insofern das Pflanzenwachstum. Man kann mit dem Präparat seine Pflanzen besprühen, um ihre natürlichen Abwehrkräfte zu stärken und ihre Widerstandsfähigkeit gegen Parasiten und Krankheiten zu verbessern.

Die Herstellung von Brennesseljauche

Zur Herstellung von Brennesseljauche verwendet man Stengel, Blätter und Wurzeln von Pflanzen, die noch keine Samen gebildet haben. Sie werden grob gehackt und in einen großen Jutesack (z. B. ein Kartoffelsack) gegeben. Diesen in ein mit Wasser gefülltes Faß (ein Kilo Brennesseln je 10 Liter Wasser) tauchen. Am besten eignet sich Regenwasser, das Brennesseljauche von erstklassiger Qualität bringt. Damit der Sack nicht an der Wasseroberfläche des Fasses bzw. der Tonne (aus Holz oder Kunststoff) schwimmt, wird er mit einem Stein beschwert. Die Tonne oder das Faß mit einem Deckel verschließen bzw. die Zubereitung mindestens mit Zellophan abdecken, da die Fermentierung durch wirklich ekelerregenden Geruch begleitet wird. Die Fermentierungsdauer hängt von der Umgebungstemperatur ab. Liegt die Außentemperatur bei 25° C, ist der Sud nach einer Woche gebrauchsfertig, bei 20° C braucht er rund 2 bis 4 Wochen. Die Fermentierung ist abgeschlossen und die Jauche fertig für den Gebrauch, wenn an der Wasseroberfläche keine Luftblasen mehr aufsteigen. Soll die Brennesseljauche als Insektizid oder Fungizid dienen, darf die Mazeration nicht länger als 24 Stunden betragen.

Verwendung von Brennesseljauche

Mit Regenwasser vermischt wird die Jauche zu einem exzellenten Bodenverbesserer vor allem für Blattgemüse und Salate. Für die Behandlung von Wurzelgemüse wie Möhren und Sellerie wird zusätzlich zum Regenwasser noch Pottasche beigegeben. Soll die Brennesseljauche gänzlich aufgebraucht werden, filtert man sie am besten vor der Zugabe von Gießwasser durch ein Maschensieb, um eventuelle große Brennesselklumpen zu entfernen. Will man Jauche für mehrere Verwendungen aufbewahren, wird sie möglichst fein gefiltert und dann in fest verschlossenen Kunststoffbehältern geschützt vor Licht und Frost gelagert. Pur sollte Brennesseljauche nur dann verwendet werden, wenn sie als Kompostaktivator dienen soll. Zur Verwendung als Insektenvernichtungsmittel rechnet man 2 Liter Jauche auf 10 Liter Wasser, wenn die Zubereitung auf den Gartenboden gespritzt wird, und eine 10 bis 20 %ige Lösung, wenn sie auf die Pflanzenblätter gespritzt wird.

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Veröffentlicht in Bio von Emily am 28 Jul 2011

1 Kommentar

Kommentar : gärtner (Gast)

Warum denn keine Pflanzen, welche Samen gebildet haben ? Sind die schädlich? Gruss aus dem Garten

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