Ideale Trockenblumen

Trockenblumen – im Blumenstrauß, als raffinierte Tischdekoration, in der Vase, als Gesteck… Es bieten sich die vielfältigsten Möglichkeiten für die Verwendung von Trockenblumen.  Was aber genau sind Trockenblumen überhaupt? Welche Pflanzen eignen sich? Um hübsche Trockenblumen zu erhalten, muß man in der Tat wissen, welche Blumen und Pflanzen sich überhaupt trocknen lassen und zu welcher Jahreszeit sie wie gepflanzt werden. Im folgenden Artikel ein Überblick über Blumen, die sich für die Herstellung von Trockenblumen eignen, die mit der Zeit nicht zerfallen, unschön aussehen oder “ausfransen” und die auch in getrockneter Form lange Zeit ihren Glanz behalten.

Getrocknete Blumen schmücken einfach jeden Raum. Sie konkurrieren ohne weiteres mit künstlichen Pflanzen. Ihre Herstellung ist auch für Anfänger überhaupt nicht schwer.

Blumen, die sich zum Trocknen eignen – Anbauweisen

Zahlreiche Pflanzen eignen sich für die Herstellung von Trockenblumen: Einjährige Gewächse wie die Strohblume, Helipetrum, Statice, Strandflieder, Federbusch, Goldgarbe, Mariendistel, Blutweiderich, Amarant oder Ziermais sehen sehr dekorativ aus und sind daher bei Gärtnern besonders beliebt. Nachteilig ist, daß sie extrem viel Geduld verlangen, da sie nur einmal im Jahr blühen. Ihre Pflanzung erfolgt im Frühjahr, zur Blüte gelangen sie aber nämlich erst ein Jahr später.

Bei den Stauden wären zu nennen Gipskraut, Blaues Halskraut, Kapstachelbeere, Fetthenne, Edelweiss (im Winter), Pampasgras, Alpendistel, Goldrute, Telekie, Perlkörbchen, Mohn, Rose und Lavendel, aber auch Gräser wie Bambus, Zuckerrohr und einige Getreidearten, die je nach Art im Juni oder April gepflanzt werden. Einige getrocknete Mais- und Reisähren hier und da im Raum verteilt verleihen einen rustikalen Touch.

Auch Sträucher bringen wunderschöne Blumen hervor, die sich trocknen lassen. Von Kennern geschätzt werden Flieder, Gemeiner Haselstrauch und Hortensie. Beerensträucher wie Zwergmispel und Mahonie finden weit weniger Verwendung, was sicherlich an ihrem hohen Feuchtigkeitsgehalt liegt. Schließlich und endlich kann man auch bestimmtes Gemüse zu Dekorationszwecken verwenden. Ein Strauß aus getrockneten Artischocken beispielsweise bringt als zentrales Tischelement auf einer schlichten weißen Leinentischdecke große Wirkung. Alle genannten Pflanzen können in der freien Erde ebenso wie im Gewächshaus angebaut werden, je nachdem, wieviel Platz und Lust man natürlich investieren möchte. Mit einem Wort – jeder kann seiner Phantasie freien Lauf lassen, Hauptsache man kombiniert die Pflanzenarten so, daß man das ganze Jahr hindurch eine große und bunte Palette von Trockenblumen erhält.

Wie werden Trockenblumen hergestellt?

Zuallererst werden die Blumen selbstverständlich in der gewünschten Höhe geschnitten. Geschnitten werden Blumen, deren Blüten noch nicht ganz geöffnet sind, und zwar am besten zum späten Nachmittag oder sogar frühen Abend. Blumen mit bereits geöffneten Blüten verderben schnell und sind somit nicht die richtigen Kandidaten für das Trocknen. Es gibt vier Trockentechniken für die vorbereiteten Schnittblumen.

Die einfachste und gebräuchlichste Methode ist das Trocknen an der Luft. Die Blumen werden nach Arten sortiert und mit Gummiband zusammengebunden und dann mit dem Kopf nach unten aufgehängt. Die Trockenzeit beträgt je nach Art zwei bis vier Wochen. Experten empfehlen zwar, die Sträuße in einem dunklen Raum trocknen zu lassen. Das ist nicht unbedingt erforderlich, solange sie nur schattig hängen und die Luft nicht zu feucht ist (Regenwetter ist nicht gut).

Die zweite, etwas modernere Technik besteht im mehrstündigen “Garen” der Pflanzen im Backofen auf Thermostat 2 oder 3. Hierfür werden sie in eine fest verschlossene Dose auf ein Sandbett gelegt. Die dritte Methode ist das Pressen der Pflanzen, z. B. zwischen zwei schweren Wörterbüchern. Diese Methode ist wirkungsvoll, hat aber zwei größere Nachteile: Sie braucht enorm viel Zeit und ist nur für die Blüten geeignet, nicht aber für die Stengel (es sei denn, es handelt sich um sehr kleine Pflanzen). Sie ist besonders praktisch für den, der sich ein Herbarium herstellen möchte.

Die vierte und letzte Technik ist das Einschließen der Pflanzen in eine Kiste, zusammen mit einer Tüte Silicagel. Die Kügelchen nehmen die Feuchtigkeit auf und lassen die Blumen so in wenigen Wochen trocken. Damit Trockenblumen haltbarer werden, kann man sie mit Haarspray einsprühen. Sie sollten ferner vor direktem Tageslicht geschützt stehen und regelmäßig abgestaubt werden.

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Veröffentlicht in Deko-Ratgeber von Emily am 11 Oct 2012

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