Randbepflanzung mit pflegeleichten Blumen

Wege strukturieren, sie verbinden bzw. trennen verschiedene Bereiche im Garten. Sie werden tagtäglich benutzt. Blumen längs dieser Wege geben dem Garten ein ästhetisches Bild und helfen ihn gestalten. Durch die Pflanzung verschiedener Gewächse – Sträucher, Blumen, Gräser und Stauden -  wird eine harmonische Kombination von Duftnoten und dem Auge gefallenden Farben erzielt. Pflanzen als Randbegrünung für Wege und Pfade zu nutzen ist eine gängige Technik, Wegeschmuck zu realisieren.

Blumen werden für ihre Ästhetik gerne sichtbar am Rand gepflanzt. Die Verwendung bestimmter Gräserarten bringt aufgrund ihrer Vertikalität eine gewisse Dynamik in die Komposition. Gerne gepflanzt wird die Rutenhirse Panicum virgatum wegen der Wuchshöhe ihrer Ähren, die in ihrer Zierpflanzenform bis zu 60 Zentimeter erreichen.

Was sind die Prinzipien für die Pflanzung von Blumen als Randbegrünung?

Die Artenwahl steht in Abhängigkeit ihrer Größe, am beliebtesten sind buschige Stauden, niedrig wachsende Gebüsche und dekorativ blühende Pflanzen. Die Farben der Pflanzen werden so ausgewählt, daß sie Kontraste bilden und so die Komposition strukturieren. Zur Vorbereitung des Bodens ist eine Verbesserung mit organischem Material wie Dung oder Volldünger sinnvoll, was den Pflanzen in der Bewurzelungsphase hilft. Die ideale Pflanzperiode ist im Herbst oder Frühjahr. Es werden nur junge, kräftige Pflanzen ausgewählt. Je Quadratmeter Fläche rechnet man 3 bis 5 Pflanzen. Die Anordnung der Pflanzen erfolgt versetzt in mehreren Reihen. Damit wird eine Asymmetrie der Bepflanzung entlang der Allee bewirkt und die Monotonie von klassischen Pflanzreihen aufgebrochen. Im ersten Jahr nach der Bepflanzung wird reichhaltig gewässert. Mulchen des Bodens konserviert Feuchtigkeit und erhält die Bodenstruktur, was sich vorteilhaft auf die Pflanzen auswirkt.

Wie werden Rosen als Wegbegrenzung kultiviert?

Die Verwendung von Rosen zur Begrenzung von Wegen hat mehrere Vorteile: sie blühen ab Mai permanent und ihre Wuchshöhe beträgt im Durchschnitt nicht mehr als 60 Zentimeter. Rosen sind resistent gegen Krankheiten und eignen sich besonders für die Randbepflanzung. Um gut wachsen zu können, brauchen Rosen Sonne und gut durchlässigen und humosen Boden. Vor dem Einpflanzen ins Freie werden die Wurzeln leicht zurückgeschnitten und über Nacht eingeschlämmt. Das Pflanzloch ist viereckig mit einer Seitenlänge von 40 cm, damit sich die Wurzeln gut in alle Richtungen ausbreiten können. Beim Eingraben des Rosenstocks darauf achten, daß die Veredelungsstelle aus dem Erdreich ragt. Das Pflanzloch schließen und die Erde gut andrücken. Gegossen wird regelmäßig einmal pro Woche. Beim Einpflanzen des Rosenstocks das Erdreich mit speziellem Rosendünger anreichern. Um eine Vorstellung davon zu erhalten, wie schön Rosen als Wegbegrünung aussehen können, seien nur folgende Züchtungen genannt: Die Bordüren-Rose “Vermillon” hat Blumenkronen in rot-creme und rot-kupfer. Sie wird in Kompositionen mit orangefarbenen, blauen oder gelben Blumen gepflanzt. Die erstklassige Bordüren-Rose “Bordure d’Or” besticht durch ihre helle gelbe Farbe und paßt hervorragend zu weißen oder lila Blumen, mit denen sie hübsche Kontraste bildet.

Wie werden Staudengewächse als Wegeinfassung gepflanzt?

Die Verwendung von Stauden als Beeteinfassung oder Wegbegrenzung überzeugt aufgrund üppiger Blütenstände und Anspruchslosigkeit. Die Assoziierung von Arten ermöglicht, sich das ganze Jahr hindurch an Blüten zu erfreuen. Die relativ jungen Geranien-Varietäten “Orien” und “Rozanne” blühen kontinuierlich von Mai bis Oktober. 2 oder 3 Pflanzen genügen für eine Fläche von 1 Quadratmeter. Im Herbst genügt es, diese Geranien zurückzuschneiden. Zwergastern sind Stauden, die im Frühjahr und Herbst gepflanzt werden und eine lange Blütezeit von April bis September haben. Von April bis Juni blühen sie besonders üppig, wenn sie schön sonnig stehen. Aubrietien, die wahre Blütenteppiche bilden (daher auch ihr Name Blaukissen), werden gerne und häufig zusammen mit Schleifenblumen und Alyssum-Arten gepflanzt. Ihre Blüten sieht man zu Frühjahrsbeginn bzw. gegen April. Duft-Nelken formen dicke Teppiche und verwandeln den Garten mit ihren duftenden Doppelblüten von Mai bis Juli in ein wahres Blütenmeer.

Tips für einen schönen Blumenweg

Zu große Pflanzen sollte man an Wegen nicht pflanzen. Sie erdrücken die Landschaft und verleihen einen Eindruck von geschlossenem Raum. Wer einjährige Pflanzen gemeinsam mit jungen Pflänzchen kombiniert, kann sich sofort an Blüten erfreuen. Die verwelkten Stengel von Staudengewächsen werden im Herbst gekürzt, Sträucher werden nach der Blüte zurückgeschnitten. Gräser bringen durch ihren Schimmer und ihre andauernde Präsenz im Herbst wie im Winter Licht in Kompositionen. Für Bordüren geeignete Blumen sind die ideale Lösung, um Gartenwegen einen Hauch von Originalität zu verleihen.

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Veröffentlicht in Blumenratgeber von Emily am 28 Jun 2012

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