Ideen für leichte Bambuskultur

Bambusse sind schnell wachsend und recht anspruchslos. Sie gedeihen das ganze Jahr über und können egal wann gepflanzt werden. Dennoch sind einige Regeln zu beachten, wenn sie sich gut entwickeln und beste Ergebnisse bringen sollen. Die jungen Bambussprossen brauchen spezielles Pflanzensubstrat, viel Schatten und eine Wurzelsperre, um unkontrolliertes Wuchern zu verhindern.

Techniken der Bambuskultur

Bambus kommt aus tropischen Gegenden und gehört zur Familie der Gräser. Die kleinste Art, der Zwergbambus, wächst gerade 30 cm hoch, die größte Art erreicht über 25 Meter.

Bambus anbauen

Bambus mag feuchten, gut drainierten Boden, der neutral bis leicht säurehaltig ist. Entspricht das ausgesuchte Gelände diesen Kriterien, wird sich der Bambus äußerst fruchtbar zeigen. Auch muß Bambus regelmäßig gedüngt werden. In Kübeln kann Bambus gezogen werden, wenn er regelmäßig gegossen wird. Wußten Sie, daß nur ausgewachsener Bambus gerne sonnig steht, die jungen Bambussprossen dagegen an einem schattigen Ort gepflanzt werden möchten? Übrigens setzt eine erfolgreiche Bambuskultur die Einhaltung der Klimaanforderungen voraus. Bambus kann zu jeder Jahreszeit gepflanzt werden, ideal sind aber die Monate von Januar bis Juni, um die jungen Triebe vor Wintertemperaturen zu schützen.

Gepflanzt wird so: Die Jungpflanzen werden in Kübel gestellt, gut gegossen und auf eine dichte Dungschicht gesetzt, die den Bambus mit Nährstoffen versorgt. Wasser angießen und den Boden andrücken. Ein Graben rund um die Pflanze erleichtert späteres Gießen.

Eine Rhizomsperre – Warum?

Beim Pflanzen von Bambus muß unbedingt eine ungefähr 80 cm tiefe Rhizomsperre mit eingegraben werden, um unkontrollierten Wurzelaustrieb zu verhindern. Es wird in vier Arten von Rhizomsperren unterschieden: die klassische Variante ist eine 70 cm tiefe Polypropylenfolie, die in einem Winkel von 15° Grad eingegraben wird, der obere Teil ist dabei nach außen geneigt. Nachteil: diese Variante ist teuer.

Eine weitaus kostengünstigere, aber nicht minder wirkungsvolle Lösung ist die „improvisierte“ Sperre aus gebrauchten, noch gut erhaltenen Wegplatten, die – ähnlich einem Topf ohne Boden – großräumig um die Pflanze tief in die Erde eingegraben werden.

Die dritte Alternative ist ein schlichter Graben. Die Pflanzung wird alljährlich kontrolliert. Ein 30 cm breiter Graben legt die auswuchernden Triebe frei, alle überstehenden Wurzeln werden mit dem Spaten gekappt.

Die vierte und letzte Methode ist die wohl am weitesten verbreitete und erfordert keine Grabungsarbeit. Dem Bambus steht eine bestimmte Fläche zur Verfügung, alle darüber hinaus reichenden Wurzeln werden mit dem Spaten gekappt.

Richtige Bambuspflege

Im Sommer wird Bambus regelmäßig gegossen, damit er nicht austrocknet. Mindestens einmal pro Jahr – im September oder Februar – wird gründlich gedüngt. Im Winter werden alle mindestens 3 Meter hohen Triebe entfernt, Zwergsorten werden knapp über dem Boden abgeschnitten. Besonders gelungen steht Bambus in Hecken oder in Kübeln. Zwergsorten eignen sich gut als Bodendecker.

Wie oft gegossen werden muß, wird man schnell selber erkennen. Hat der Bambus Durst, rollen sich seine Blätter zusammen. Eine mehrjährige Staude ist dagegen alleinversorgend.

Einmal im Jahr sollte Bambus zurückgeschnitten werden. Der richtige Zeitpunkt hierfür ist während des Wachstums im Frühjahr oder zu Sommerbeginn.

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Veröffentlicht in Grünpflanzen von Emily am 08 Aug 2011

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