Wie pflanzt und pflegt man Baldrian im Garten?

Baldrian (Valeriana) ist eine beliebte Heilpflanze. Die mehrjährigen, krautigen, manchmal auch strauchig wachsenden Pflanzen sind von Natur aus robust und entwickeln sich in der Regel hervorragend auf trockenen und Kalkböden oder auch auf felsigem Untergrund. Trotz der vielen in freier Natur wachsenden Arten sollte man wissen, daß nur wenige Vertreter der Pflanzengattung aus der Familie der Baldriangewächse (Valerianaceae) für die Kultur im Garten geeignet sind. Baldrian ist überraschend leicht zu halten und erfordert keinerlei Pflegemaßnahme mehr, ist er erst einmal in der Erde.

Baldrian, gewöhnlich für Steingärten, Rabatten oder Staudenbeete bestimmt, ist eine extrem blühwillige Pflanze und darüber hinaus beliebt, weil sie überaus robust ist und wirklich einfach vermehrt werden kann. Baldrian-Tee, ein bekanntes Beruhigungsmittel, wird aus der Wurzel dieser kleinwüchsigen Zierpflanze gewonnen. Hat sie ihr Wachstum abgeschlossen und ihre maximale Wuchshöhe erreicht, kommt sie auf kaum mehr als 60 Zentimeter Höhe. Die Liste der Baldrian-Arten ist lang, doch sollte man in diesem Zusammenhang wissen, daß es nur eine einzige Zierform in unseren Gärten gibt: die Spornblume oder “Centranthus ruber”. Die in der Regel roten, manchmal auch weißen oder fliederfarbenen Blüten der weit verbreiteten, angenehm parfümierten Spornblume entfalten sich, sobald sich der Frühling ankündigt, und verschwinden erst dann, wenn auch der Sommer sich seinem Ende zuneigt. Es ist allerdings interessant festzustellen, daß abgesehen von dieser auch unter der Bezeichnung Roter Baldrian bekannten Art ein weiterer, der Gattung Polemonium zugehöriger Baldrian mitunter dort in Gärten kultiviert wird, wo die klimatischen Bedingungen milder sind. Es handelt sich um den sogenannten Griechischen Baldrian, der an seinen tiefblauen Blütenständen erkennbar ist, und daher auch Himmelsleiter oder Blaues Sperrkraut genannt wird. Bevor man sich an die Kultur von Centranthus ruber machen kann, muß man unbedingt einen geeigneten Standort für die Pflanze finden. Am besten wächst sie im Prinzip an einem trockenen und zurückgezogenen Platz. Um die Farben der Blätter und Infloreszenzen besser zur Geltung zu bringen, sollte man Baldrian mit Alpenpflanzen oder Kreuzblütlern assoziieren. Diese tolerieren die gleichen Bodentypen. Beispiele hierfür sind Fingerhut und Steinkraut.

Wie wird Baldrian kultiviert?

Um mit der Baldriankultur erfolgreich zu sein, muß man auf jeden Fall neutrales und trockenes sowie leicht kalkhaltiges Erdreich wählen. Insofern ist es absolut möglich, Baldrianpflanzen auf felsigem Untergrund oder trockenen Mauervorsprüngen zum Wachsen zu bringen. Nichtsdestotrotz ist es unumgänglich darauf zu achten, daß die Erde gut wasserdurchlässig und stets wirklich trocken ist. Sind diese Bedingungen nicht gegeben, kann Baldrian weder wachsen noch blühen. Der beste Augenblick für die Pflanzung ist der Herbst oder Frühling, auf jeden Fall sollte ein möglichst sonniger Standort gewählt werden. Baldrian erhält man als Topfpflanze im Gartenfachhandel. Die Pflanze vor dem Einsetzen in die Erde vorsichtig aus ihrem Behältnis entnehmen. Wer sich für die Kultur im Steingarten entscheidet, gräbt die Erde ordentlich um, um sie zu belüften. Die eingesetzte Pflanze leicht wässern, um den Wurzeln ihr Verwachsen mit dem umliegenden Erdreich zu erleichtern.

Wie wird Baldrian gepflegt?

Steht die Baldrianpflanze erst einmal im Gartenboden, ist es unnütz sich viel um sie zu kümmern. Es handelt sich um eine von Natur aus widerstandsfähige Pflanze, die weder Wassergaben noch ausgiebige Versorgung schätzt. Baldrian braucht also keine besondere Wasserversorgung und keine spezielle Pflege wie Substratverbesserung. Jedoch kann es sich mitunter als nützlich erweisen, die Pflanze mit dem aufkommenden Frühling auszulichten, damit sie besser atmen und somit auch besser blühen kann. Baldrian ist an extreme Bedingungen gewöhnt und braucht auch im Winter keinen besonderen Schutz vor Kälte oder Wind. Interessant ist es schließlich festzustellen, daß diese schöne und blühfreudige Pflanze fast nie Opfer von Krankheiten oder Parasiten ist. Abschließend noch ein Wort zur Vermehrung: Diese geschieht bei Baldrian-Arten in der Regel auf natürliche Weise und ohne, daß man besondere Schritte unternehmen müßte, um neue Pflanzen zu erhalten.

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Veröffentlicht in Gartenstauden von Emily am 22 Jul 2011

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