Bäume und Sträucher, wildwachsend und im Garten

Für Hobbygärtner und Gartenamateure ist die Pflanzung der eigenen Bäume eine recht interessante Erfahrung. Wer sich aber an schönen Bäumen erfreuen möchte, darf die Pflanzarbeit allerdings nicht auf die leichte Schulter nehmen. Damit es dem Baum gut geht und sein Wachstum so optimal wie möglich verläuft, sind nämlich eine ganze Reihe von Verfahrensweisen und Richtlinien zu beachten. Dazu gehört auch der richtige Baumschnitt.

Das wichtigste, wenn man Bäume pflanzen möchte, ist die Wahl des richtigen Baums. Neben der Entscheidung für die Baumart ist die Wahl der richtigen Baumgröße wichtig. Weitere Überlegungen gelten dem Zweck, den der Baum erfüllen sollte, der Bodenstruktur und –beschaffenheit, Licht und Schattenzonen und schließlich der Wurzelstruktur. Wer alle Fragen geklärt und seine Wahl getroffen hat, kann sich daran machen, seinen Baum zu pflanzen.

Werkzeug für die Pflanzung und den Baumschnitt

Bevor man sich ans Werk machen kann, muß man sich das richtige Werkzeug zulegen. Benötigt werden vor allem ein Spaten, eine Säge, eine Astschere, ein Gartenmesser, ein Pinsel und ein Hammer. Daneben braucht es noch Baumstützen, Schellen, Draht, Düngemittel, Erde, Kieferrinde, Insektizide oder Fungizide, eine Zubereitung für das Anfeuchten der Wurzeln oder Stecklinge (Einschlämmen) und Baumwachs.

Bäume pflanzen

Bevor mit der Pflanzung begonnen werden kann, sind verschiedene Vorbereitungen zu treffen. Zunächst muß die Struktur des Geländes verbessert und die Erde gelockert werden. 2 bis 3 Monate vor der Pflanzung sollte Kompost oder Stallmist in den Boden eingearbeitet werden. Solange nicht gepflanzt werden kann, muß der Setzling vor Frost und Wasserverlust in den Wurzeln geschützt werden. Kann 10 Tage und länger nicht gepflanzt werden, so muß der Setzling an einem schattigen und vor Kälte geschützten Ort eingeschlagen werden, d. h. die Wurzeln sind frostsicher in die Erde einzugraben. Man kann den Setzling auch ganz zudecken. So kann ohne weiteres ein milderes, trockenes Klima abgewartet werden. Die Pflanzung selber erfolgt in mehreren Phasen: Der Setzling wird von allen abgestorbenen Elementen (Wurzeln, Äste) befreit, dann wird ein hinreichend großes Pflanzloch ausgehoben. Die Wurzeln in eine Mischung aus Kompost und Wasser tauchen, damit der Setzling gut anwächst. Zur Stabilisierung einen Pflanzpfahl in das Pflanzloch einschlagen und den Setzling einsetzen. Erde zwischen die Wurzeln bringen, andrücken und gießen. Hohlräume im Pflanzloch vermeiden! Dann das Loch schließen und erneut gründlich wässern. Es ist ratsam, eine Mulchdecke (z. B. gehäckselte Rinde von Kiefern) um den Baum herum anzulegen, die für eine stabile Temperatur sorgt. Abschließend nicht vergessen, den Baum mittels Kabelbindern am Pflanzpfahl zu fixieren. Höhere Bäume benötigen zusätzlich einen Stützpfahl oder eine andere gute Verankerung.

Baumschnitt

Für ein gesundes Baumwachstum ist ein regelmäßiger Baumschnitt unerläßlich. Durch fachgerechtes Schneiden lassen sich Bäume und Sträucher in Aussehen und Wuchs positiv beeinflussen und Wuchsfehler können korrigiert werden. Generell sollten Bäume und Sträucher oft geschnitten werden. Nadelbäume brauchen aufgrund ihrer natürlichen Form keinen Schnitt. Ziergehölz dagegen bedarf weit mehr Arbeitsaufwand und Aufmerksamkeit.

Baumschnitt richtet sich nach dem Wuchs: der Kegelschnitt wird durch Kürzung der Seitenäste erreicht, die Teilung des Kopfes am Hauptstamm bewirkt ein verstärktes Wachstum der seitlichen Verzweigung. Teilt sich der Hauptstamm, muß einer der beiden Köpfe entfernt werden, damit sich der verbleibende Kopf wieder aufrichten kann. Die baumbiologisch günstigste Zeit für den Baumschnitt ist der späte Winter. Beim Baumschnitt muß man auf viele Faktoren Rücksicht nehmen, um dem Baum so wenig wie möglich zu schaden. Insektenbefall bedarf besonderer Aufmerksamkeit, entweder durch Eingreifen an der Bodenstruktur oder an der Pflanze direkt. Fachmännischer Rat ist hier nicht überflüssig.

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Veröffentlicht in Bäume und Sträucher von Emily am 11 Jul 2011

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