Wie wird Rhododendron gepflanzt und gepflegt?

Die Qualität des Bodens, Sonnenschein in Abhängigkeit der Vegetationsperiode, Raumtemperatur und Wassergaben gehören zu den wesentlichen Faktoren, die stimmen müssen, damit sich die Azalee korrekt entwickeln kann. Azaleen und Rhododendren können in der Kunst des Gartenbaus zu Bonsais gezüchtet werden. In diesem Fall vervollständigt regelmäßiger Schnitt die Liste der speziellen Azaleenpflege. Bei dem Umgang mit der Azalee muß man besonders vorsichtig vorgehen, denn alle Teile dieser Pflanze sind giftig.

Azaleen- und Rhododendrongewächse sind in Asien und Nordamerika beheimatet. Sie gehören zu den schönsten Ziersträuchern überhaupt und erhellen mit ihren leuchtenden Farben Gärten und Balkone.

Wie bei anderen Pflanzen der gleichen Art, hat auch Rhododendron eine Schwäche für saure Böden mit einem pH-Wert von 5. Erreicht die Gartenerde diesen idealen Säuregrad nicht, kann man Torf oder Heideerde hinzugeben. Ist der Boden dagegen eher lehmig, wird das Pflanzsubstrat mit Sand vermischt, um für einen besseren Wasserabfluß zu sorgen. Sandiges Substrat wird mit ein wenig Torf und Heideerde verbessert. Diese Mischung wirkt bei großer Hitze feuchtigkeitsregulierend. Zusammenfassend kann man sagen, humose und gesunde Erde ist genau richtig für die Entwicklung der Azalee. Allerdings mögen Azaleen in der Regel keine starken Düngergaben, zu viel von diesem Stoff droht Azaleen zu verbrennen. Dennoch wird dazu geraten, den Boden zur Stimulierung der Blüte zu verbessern. Das Pflanzsubstrat muß permanent feucht sein. Doch sollte man die Wassergaben nicht übertreiben, ansonsten könnten die Wurzeln dieser Pflanze unwiderruflich faulen. Hartes, kalkhaltiges Wasser sollte auf keinen Fall zum Gießen verwendet werden. Während der Blütezeit genügt es, den Wurzelballen zu befeuchten. Man kann auch den Topf komplett in eine Schüssel mit Wasser tauchen. Azaleen kann man pflanzen und umsetzen, wann immer man möchte. Günstigste Monate für eine rasche Erholung der Pflanze nach dem Umtopfen sind allerdings Oktober und April. Noch ein letzter Pflanztip: Azaleen nicht tief bis an den Topfboden heran einpflanzen.

Rhododendron in der Bonsai-Kunst

Die Azalee als Raumschmuck kann zu einem Zwergbäumchen herangezogen werden. Feste, ovale Blätter von ungefähr 2,5 cm Länge formen ein dichtes Blätterkleid. Für die Bonsai-Kunst eignen sich Azaleen aufgrund ihres langsamen, vor allem aber auch ausgewogenen Wachstums. Um eine Azalee zu einem Bonsai heranzuziehen, sollte man besser professionellen Rat einholen. Man kann sich aber auch alleine daran machen. Zuerst die dem Pflanzenstock am nächsten stehenden Pflanzenteile wegschneiden. Bei der Gelegenheit alle verwelkten Blüten und Blätter entfernen. Die Stempel mit den Fingernägeln oder einer Zange abzwicken. Mit Wassersprossen und zum Hauptstamm hin gebogenen Zweigen gleichermaßen verfahren. Nach unten oder nach oben zeigende Zweige entfernen. Nach 15 oder 30 Tagen sieht man erste neue Triebe. Sollte die Spitze mehrerer Blätter angetrocknet sein, wird die Pflanze umgetopft. Anderenfalls fallen diese Blätter Anfang Herbst ab. Sobald die Blüte der Bonsai-Pflanze endet, können alle verwelkten Blüten entfernt und die Azalee an einen dunklen und kühlen Platz gestellt werden. Unschöne Stiele wegschneiden, um einen Neuaustrieb von Zweigen zu fördern. Den Topf auf einen Untersetzer voller Tonkugeln oder zumindest Kieselsteinchen stellen, damit die Wurzeln genügend Feuchtigkeit erhalten. Den Topf bei maximal 16° C halten, anderenfalls trocknen die Wurzeln der Azalee aus, Blätter und Blüten fallen ab.

Azaleen vermehren

Mit Azaleenstecklingen kann man mehrere neue Pflanzen ziehen. Gesunde Stecklinge mit einer Länge von 5 bis 7,5 cm von der Pflanze nehmen. Jeden Steckling mit seiner Basis in Bewurzelungspulver tauchen. In Töpfe von 8 cm Tiefe eine feuchte Sand-Torf-Mischung einfüllen und jeweils einen Steckling einpflanzen. Mit durchsichtiger Kunststoffolie abdecken. Ein Vermehrungskasten ist ideal. Die Stecklinge vor Licht geschützt bei Zimmertemperatur aufstellen. Nach 8 bis 12 Wochen schlagen sie dann Wurzeln. Zwischen Herbst und Frühling kann man Azaleen auch durch Ableger vermehren. Vermehrung durch Aussaat ist ebenfalls möglich.

Die Azalee vor Schädlingen und Krankheiten schützen

Es ist bekannt, daß zu große Hitze die Azalee schwächt, die Wurzeln austrocknet und damit die Blütezeit verkürzt. Die Chlorose ist genauso gefährlich für die Gesundheit der Azalee. Diese Krankheit wird durch zu kalkhaltiges Wasser oder Kultursubstrat hervorgerufen. Ihre Symptome sind gelb werdende und ausbleichende Blätter und Triebe. In diesem konkreten Fall die Azalee mit nicht mineralischem Wasser gießen. Regenwasser sollte vermieden werden. Man kann dem Gießwasser eventuell Eisenchelat beifügen oder aber die Azalee mit Dünger für kalkfeindliche Pflanzen versorgen. Bei Befall mit Blattläusen, die sich über die jungen Azaleentriebe hermachen, die Pflanze mit Insektizid besprühen. Gegen rote Spinnen hilft Malathion oder Derris. Angemessene Luftfeuchtigkeit hilft Spinnbefall zu verhindern.

Rhododendron und Toxizität

Einige Rhododendren-Arten sind giftig und können zu Atmungs-, Verdauungs-oder Darmbeschwerden führen. Die Symptome sind Erbrechen, Übelkeit, Durchfall, Blutdruckabfall. In der Blumensprache symbolisiert der Rhododendron die Gefahr – eben wegen seiner Giftigkeit.

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Veröffentlicht in Frühlingsblumen von Emily am 07 May 2012

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