Auberginen im Freiland oder im Kübel kultivieren

Die Aubergine oder Eierfrucht ist extrem einfach zu kultivieren, somit ist es nicht überraschend, daß es heutzutage eine große Vielfalt dieses Gemüses gibt. Auberginenpflanzen können ins Freiland ebenso gepflanzt werden wie in einen Kübel auf der Terrasse oder den Balkon, Hauptsache die für das Gemüse gegebenen Kulturempfehlungen werden eingehalten. In der Küche läßt sich die Aubergine mit verschiedenen anderen Gemüsepflanzen kombinieren, so etwa Zucchini, Tomaten, Paprika, Gurken… Allerdings ist ihr Vitamingehalt geringer.

Die in Asien entdeckte Aubergine (Solanum melongena) wächst als krautige Pflanze in der botanischen Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Die auch Eierpflanze oder Eierfrucht genannte Aubergine (in Österreich Melanzani) ist eine beliebte Zutat in der Küche, wo sie auf vielfältige Art zubereitet werden kann. Ihr eigenständiger Geschmack hat Freunde in der ganzen Welt, bekannt sind vor allem mediterrane und orientalische Speisen auf Basis dieser variantenreichen Gemüsepflanze.

Die Aubergine – Steckbrief

Es gibt diverse Sorten von Auberginen, die länglich, rund oder eierförmig sein können. Die eierförmige Bambino F1 eignet sich für Eintöpfe, Barbentane ist eine auch in sonnenärmeren Gebieten reifende Sorte und Early Long Purple eine für die Topfkultur geeignete Aubergine. Letztere ist eine ältere, dunkelviolette Sorte, die bis zu 30 cm lang werden kann. Um sich korrekt entwickeln zu können, braucht die Aubergine viel Wärme und Sonne. Auch möchte sie an einem Standort gepflanzt werden, wo sie mit vielen Nährstoffen versorgt wird. Der Boden muß gut wasserdurchlässig sein.

Die Kultur von Auberginen – Schritt für Schritt

Experten raten, jeweils zwei oder drei Samenkörner in zwei Zentimeter Tiefe in einen Anzuchttopf zu legen. So mehrere Töpfe vorbereiten. Auf diese Weise kann man sicher sein, daß mindestens jeweils ein Samenkorn zur Keimung gelangt. Es muß nährstoffreiches Substrat gewählt werden. Die Ansaat erfolgt Anfang März bis Ende April, wenn die Sonne besonders intensiv scheint. Die Aubergine ist tropischen Ursprungs, gedeiht also an vollsonnigen Standorten am besten. Nach der Keimung nur die kräftigsten Pflanzen behalten und ins Freiland oder in einen Pflanzkübel umsetzen.

Zwischen der Aussaat und Umsetzung verstreichen ungefähr 3 Wochen. Pikierfähig sind die Keimlinge, wenn sie eine Höhe von 12 bis 15 Zentimeter erreicht haben. Dann tragen sie in der Regel 3 oder 5 Blätter. Die jungen Pflänzchen an einen sonnigen Platz geschützt vor Wind pflanzen. Der Standort muß selbstverständlich für die Aufnahme der Pflanzen entsprechend vorbereitet worden sein. Reihen in einem Abstand von 50 cm ziehen. Die Pflanzen in einem Abstand von ebenfalls 50 cm setzen. Die Aubergine ist eine besonders durstige Pflanze. Um wachsen zu können, reichen ihr Regenfälle nicht aus, sie möchte vielmehr regelmäßig gewässert werden. Auch muß die Auberginenpflanze mit Flüssigdünger auf Kalibasis versorgt werden.

Vom Einkürzen und der Ernte

Gegen Juni die Triebe, die sich über der zweiten unteren Blüte befinden, abschneiden. Auf diese Weise werden die Seitentriebe entfernt, wodurch sich die Pflanze als solche gekräftigt sieht. Die Anzahl der Früchte zum Zeitpunkt der Ernte fällt geringer aus, die Früchte werden aber um so grösser sein. Um zu vermeiden, daß die Pflanzen unter der Last ihrer Früchte auf den Boden fallen, werden sie durch eine Stütze aufrecht gehalten.

Noch wuchsfreudiger werden Auberginen, wenn sie trotz optimaler atmosphärischer Bedingungen mit Pflanzenschutzmittel versorgt werden. Dadurch erhalten die Pflanzen Schutz vor Erkrankungen und Parasiten, die ihre Gesundheit beeinträchtigen würden. Echten Mehltau zum Beispiel, eine durch Pilze aus der Gruppe der Schlauchpilze (Ascomyceten) verursachte Pflanzenschädigung, erkennt man an einem mehligen Belag von hellgrauer bis weißer Färbung, der Blätter und Blattscheiden überzieht. Kraut-und Knollenfäule wird durch mikroskopisch kleine Pilzsporen verursacht. Infizierte Pflanzenteile, die Unterseite der Blätter, zeigen einen pelzigen Belag. Um seine Pflanzen vor diesen und anderen Schadbildern zu schützen, werden sie mit Insektenschutzmittel auf Basis von Pyrethrum behandelt.

Die Ernten können Ende Juli starten und sich hinziehen, bis die ersten Nachtfröste Einzug halten, also die Temperaturen kurzzeitig auf die Null-Grad-Grenze absinken. Geerntet werden kann in der Regel fünf Monate nach der Aussaat. Je Pflanze kann man bis zu acht Auberginen erhalten. Warten Sie mit der Ernte nicht zu lange. Überreife Früchte erhalten schnell bitteren Geschmack.

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Veröffentlicht in Sommergemüse von Emily am 28 Jun 2012

1 Kommentar

Kommentar : siggi klemm (Gast)

meine pflanzen waren eine pracht so groß und stark jetzt gehen sie mir einfach ein letztes jahr habe ich sehr viel geerntet sie stehen im gewächshaus hane sie auch mit brenneseljauche aber verdünnt wie vorgeschrieben steht kann es dran liegen

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