Apfelbäume pflanzen und pflegen

Um in der Obstsaison leckeren Apfelkuchen backen oder Marmelade kochen zu können, sollte man marktunabhängig bleiben und sich nicht scheuen, seinen eigenen Apfelbaum zu pflanzen. Die Haltung von Apfelbäumen ist in der Tat kinderleicht, egal für welche Sorte man sich entscheidet. Es genügt einige grundlegende Techniken zu beherrschen und die nachfolgenden Tips einzuhalten. Schnell wird man sich an gesunden Bäumen und schönen Früchten in seinem Garten erfreuen können.

Bevor es losgehen kann, muß man erst einmal wissen, daß es zahlreiche Arten von Äpfeln gibt, und daß man einzelne Sorten kombinieren muß, um Früchte zu erhalten. Der Apfelbaum ist nämlich kein Selbstbestäuber. Die Bestäubung erfolgt auf natürlichem Weg durch Wind und Insekten. Damit die Bestäubung ungehindert vonstatten gehen kann, werden in regelmäßigen Abständen Bäume dazu gepflanzt. Zu den in Deutschland beliebtesten Apfelsorten gehören der aromatische Gala mit schönen orange-roten, saftigen Früchten, der etwas säuerliche “Golden Delicious”, Jonagold, Elstar, die knackige Pink Lady… Fast alle Apfelsorten findet man in der Gärtnerei. Pflanzfertige Apfelbäume werden wurzelnackt geliefert. Sie müssen schnell in die Erde gebracht werden, damit sie nicht austrocknen und erschlaffen.

Wie wird ein Apfelbaum gepflanzt?

Vor dem Kauf des Apfelbaums muß man sich zuerst über seinen Standort im klaren werden und den Boden auf die Pflanzung vorbereiten. Apfelbäume brauchen einen mäßig sonnigen und windgeschützten Platz. Der Boden muß gut wasserdurchlässig sein. Mindestens einen Monat vor der Pflanzung wird der Boden gut umgegraben, damit das Erdreich schön locker wird. In Land, das zu lange brach gelegen hat, wird Kompost oder Dung eingearbeitet. Ein paar Tage vor dem Einpflanzen ein 60 cm tiefes und einen Meter breites Loch ausheben. Eventuell in der Erde verbliebene Steine und Fremdelemente entfernen. Die ausgehobene Erde wird zum Auffüllen des Lochs gebraucht und bis zur weiteren Verwendung zum Schutz vor Regen abgedeckt. Eine ungefähr 150 cm hohe Pflanzstütze fest und sicher eingraben. Die Wurzelenden der Pflanze kappen. Die Wurzeln pralinieren, damit sie die Gartenerde besser annehmen. Den Apfelbaum 8 cm von der Pflanzstütze in das Pflanzloch stellen, dabei darauf achten, daß die Wurzeln schön ausgebreitet liegen. Das Loch vorsichtig mit Erde auffüllen und die Erde andrücken. Luftblasenbildung vermeiden. Den Baum anschließend wässern, aber nicht ertränken. Da Apfelbäume in der Regel im November und Dezember gepflanzt werden, ist darauf zu achten, daß die Pflanze vor den negativen Folgen von Frost geschützt wird. Sie wird also zweimal im Monat mit frischem Kompost-Heu-Gemisch gemulcht.

Wie wird ein Apfelbaum gepflegt?

In der Regel blüht ein Apfelbaum im Frühling. Die ersten Früchte erscheinen zwischen Ende Juli und Oktober – je nach Apfelsorte und Pflanzzeitpunkt zwei bis vier Jahre nach dem Pflanzen des Baums. Um schöne, gesunde, saftige und aromatische Früchte zu erhalten, kann man sie – am Baum hängend – in Packpapier einwickeln, sobald sie die Größe von Aprikosen erreicht haben. Dabei handelt es sich um eine von großen Plantagen gern verwendete Technik, die sog. “Einsackung”. Die Früchte wachsen in der Tüte weiter. Sobald sie die gewünschte Größe erreicht haben, wird die Tüte einfach entfernt. Bevor es aber an die Ernte geht, wartet man einige wenige Sonnentage mehr ab. So haben die Äpfel die Möglichkeit weiter zu reifen und noch mehr Süße anzunehmen. Damit diese Technik funktioniert, muß der Baum gesund sein. Um zu vermeiden, daß Würmer, Apfelkrebs, Apfelblutläuse und Blattläuse und Mehltau den Baum befallen, wird um diesen herum regelmäßig alles Unkraut entfernt. Im Sommer können Insektenvernichtungsmittel und Pheromonfallen eingesetzt werden. Einmal im Jahr, am besten im Herbst, sollte der Boden mit Dünger verbessert werden. Jeweils im Winter wird alles tote und nicht tragende Laub abgeschnitten. Ansonsten wird der Baum bald 10 Meter Höhe erreicht haben! Die größten Kronenäste werden alljährlich um 30 cm gekürzt. Der Baum sollte nicht mehr als 10 Früchte pro Quadratmeter Zweige tragen. Ansonsten ist er überladen, worunter die Obstqualität leiden würde. Man sollte nicht zögern, Früchte auszulichten, um einen Baum gesund zu erhalten und den Früchten normales Wachstum zu ermöglichen.

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Veröffentlicht in Obstbäume von Emily am 27 Dec 2012

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