Wie werden Alpenveilchen kultiviert und gepflegt?

Alpenveilchen, im Garten und Topf sind sie gleichermaßen blühwillig und farbenfreudig.  Es handelt sich um mehrjährige Zierpflanzen innerhalb der botanischen Familie der Primelgewächse (Primulaceae). Ob im Freiland oder als Zimmerpflanze, stets erfreuen Alpenveilchen (Cyclamen persicum) den Betrachter durch ihre großartigen, mehrfarbigen Blüten, die von weiß über flieder, lachs und tiefrot bis hin zu lila reichen. Das Sortiment ist schlicht riesig. Die Unterschiede liegen in den Farben und der Blüteperiode, die sich über quasi das ganze Jahr hinzieht.

Alpenveilchen kann man im Staudenbeet, im Steingarten oder als Bodendecker kultivieren. Diese Pflanze wächst an einem sonnigen Standort ebenso schön wie im Schatten. Zu starke Hitze verträgt sie allerdings nicht, dadurch wird sie im Wachstum gebremst, wodurch wiederum die Blüte verhindert wird. Bei besonders großer Sommerhitze tritt das Alpenveilchen in die Dormanz.

Wie werden Alpenveilchen gepflanzt?

Das Alpenveilchen oder Cyclamen  (Cyclamen persicum) ist eine recht robuste Pflanze, die Temperaturen bis -5° C aushält. In der Regel werden sie aber bei Temperaturen um die 15° C gehalten. Sie bevorzugen feuchte Böden mit guter Wasserdurchlässigkeit. Für die Pflanzung kann man zwischen Knollen und Samenkörrnern wählen. Knollen werden etwa 5 cm tief in einem Abstand von 15 cm zueinander eingegraben und mit einem Gemisch aus Blumen- und Gartenerde abgedeckt. Nur bei anhaltender Trockenheit oder glühender Hitze müssen Alpenveilchen bewässert werden. Während der Vegetationsruhe werden sie nicht gegossen.

Für Saatgutkultur läßt man die Samenkörner einen Tag lang in lauwarmem Wasser ruhen, das unterstützt die Keimfähigkeit. Soll die Blüte im Dezember stattfinden, wird in den ersten drei Monaten des Jahres gesät, und zwar in ein Gemisch aus Pflanzerde, Sand und Kies. Bei der Pflanzung im Topf ist darauf zu achten, daß die Erde nicht zu feucht ist. Dies würde das junge Alpenveilchen ertränken. Um sicher zu sein, daß die Pflanze nicht fault, wird der Topf auf einen Untersetzer gestellt und nur von unten gegossen, so daß das Gießwasser von den Wurzeln aufgesogen werden kann. Sobald der Boden gut angefeuchtet ist, wird der Untersetzer geleert. Wie Pflanzen im Freien werden Alpenveilchen im Winter nicht gegossen. Im Herbst wird umgetopft, das Substrat (Blumenerde, Sand und Kies) verbessert, danach kann gegossen werden. Adulte Alpenveilchen können in ihrem Topf bleiben, Jungpflanzen brauchen allerdings mehr Raum. Sie werden also individuell in einen größeren Topf gesetzt.

Wie werden Alpenveilchen gepflegt?

Vergilbte Blätter und verwelkte Blüten werden abgezupft. Staub auf der Pflanze wird mit einem nicht imprägnierten, weichen Tuch abgewischt. Um sich richtig entwickeln zu können brauchen Alpenveilchen nur Sauerstoff, ein wenig Feuchtigkeit und kühle Temperaturen. Bei Befall mit grünen Blattläusen gießt man mit Kartoffelkochwasser, Seifenwasser oder Tabaksud. Alle drei Lösungen sind wirkungsvoll und befreien die Pflanze schnell von den Schädlingen. Sollten sich die Parasiten so nicht beseitigen lassen, kann man sich immer noch mit Insektenvernichtungsmittel behelfen. Präventiv streut man Kaffeesatz um die Pflanze.

Ob ein Alpenveilchen gesund ist oder nicht, erkennt man leicht an den Blättern der Pflanze. Bei unzureichender Versorgung mit Sauerstoff können sich auf den Blättern Pilze von grauer Färbung zeigen. Die betroffenen Blätter werden abgeschnitten, die Pflanze mit Fungizid behandelt und besser belüftet aufgestellt. Nehmen die Blätter eine gelbliche Färbung an, ist entweder die Raumtemperatur zu hoch oder das Alpenveilchen steht zu dunkel. Verwelken die Pflanzen zu schnell, dann stehen sie zu warm. Und wenn sie vertrocknen, dann ist entweder die Luft nicht feucht genug oder die Helligkeit zu intensiv.

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Veröffentlicht in Zwiebelblumen von Emily am 11 Jul 2011

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